https://www.faz.net/-gtm-9ya6u

Folgen der Corona-Krise : Fifa empfiehlt Verlängerung von Spielerverträgen

  • Aktualisiert am

Mario Götzes Vertrag bei Borussia Dortmund läuft am 30. Juni aus – bleibt er wegen Corona aber noch länger? Bild: dpa

Zum 30. Juni enden zahlreiche Verträge von Spielern in der Bundesliga. Doch was passiert, sollte die Saison wegen der Corona-Krise länger als geplant dauern? Der Fußball-Weltverband liefert nun eine Antwort, die weltweit gelten soll.

          1 Min.

          Die Fifa hat in der Coronavirus-Krise den Weg für eine mögliche Verlängerung der Fußball-Saison über das bisherige Ende am 30. Juni hinaus frei gemacht. In einer Empfehlung sprach sich der Weltverband am Dienstag dafür aus, dass Verträge von Profis an den wirklichen Ablauf der derzeit unterbrochenen Spielzeit angepasst werden. Demnach sollen auslaufende Kontrakte solange verlängert werden können, bis die Saison beendet ist. Im Sommer geplante Spielerwechsel sollen ebenfalls erst danach vollzogen werden.

          Die Online-Flatrate: F+
          FAZ.NET komplett

          Zugang zu allen exklusiven F+Artikeln. Bleiben Sie umfassend informiert, für nur 2,95 € pro Woche.

          Jetzt 30 Tage kostenfrei testen

          Die Fifa hoffe und erwarte, dass die Richtlinien „weltweit befolgt werden“, hieß es in einer Mitteilung über die Empfehlungen einer Arbeitsgruppe mit Vertretern von Klubs, Spielern, Ligen, nationalen Verbänden und den Konföderationen weiter. Die Deutsche Presse-Agentur hatte zuvor am Montag darüber berichtet. Die Deutsche Fußball Liga hatte zuletzt betont, ein Saisonende wie bislang geplant zum 30. Juni anstreben zu wollen. Der Spielbetrieb in den Bundesligen ist derzeit bis mindestens zum 30. April unterbrochen.

          „Auch wenn diese Richtlinien und Empfehlungen nicht alle Probleme lösen, sollten sie für die nächste Zukunft zumindest für eine gewisse Stabilität und Gewissheit im Fußball sorgen“, sagte Fifa-Präsident Gianni Infantino. „Diese Zusammenarbeit unter der Leitung der Fifa wird hoffentlich zeigen, wie der Fußball die Reihen schließen und schwierige Zeiten dank Einigkeit, Solidarität und Kompromissbereitschaft meistern kann.“ Zuletzt hatte die Fifa bereits empfohlen, alle im Juni geplanten Länderspiele auf unbestimmte Zeit zu verschieben.

          Auch für die Transferfenster in den jeweiligen Ländern versprach der Weltverband Flexibilität. In Deutschland sind nach aktuellem Stand Spielerwechsel bis zum 31. August möglich. Sollte die Saison jedoch länger als geplant dauern, könnte die Transferperiode verlegt werden.

          Auch die Europäische Fußball-Union Uefa hatte den nationalen Ligen bereits weitere Freiräume verschafft. So wurden auch auf Kontinentalebene alle Juni-Länderspiele „bis auf Weiteres“ verlegt und die Europapokalwettbewerbe weiter vertagt. UEefa-Präsident Aleksander Ceferin kündigte an, dass Champions League und Europa League spätestens im August beendet werden könnten. Auch Termine für die europäischen Klubwettbewerbe der Saison 2020/21 sind vorerst verschoben. So startet das Zulassungsverfahren beispielsweise nicht wie geplant – auch dies ermöglicht eine längere Saison in den nationalen Ligen.

          Weitere Themen

          Rhein-Derby vor leeren Rängen Video-Seite öffnen

          Düsseldorf gegen Köln : Rhein-Derby vor leeren Rängen

          Am Wochenende trifft Fortuna Düsseldorf auf den 1. FC Köln. Doch auch das Rhein-Derby muss in dieser Saison ohne die Fans stattfinden. Doch auch als Geisterspiel sei das Aufeinandertreffen der beiden Vereine etwas Besonderes, wie beide Trainer beteuerten.

          Topmeldungen

          Einer lernt noch schreiben, einer kann es schon.

          Corona und Gleichstellung : Wir erleben keinen Rückschritt

          Allerorten wird erzählt, durch Corona fielen die Geschlechter zurück in die fünfziger Jahre. Viele Familien erleben das gerade ganz anders. Die Erzählung vom Rückfall ist nicht nur für sie die falsche Geschichte.
          Kein Sieg am Mittwochabend: Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann

          2:2 gegen Hertha : Nagelsmann kanzelt seine „Schülermannschaft“ ab

          Leipzig lässt gegen Hertha die große Chance zum Sprung auf Platz zwei liegen. Nach dem Spiel redet sich Trainer Julian Nagelsmann in Rage. Dabei schießt er nicht nur gegen sein Team, sondern auch gegen die DFL.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.