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Corona-Krise bei den Bayern : Eine Gefahr für die Vereinsziele

Ihm drohen Gehaltsabzüge: Spitzenverdiener Joshua Kimmich Bild: AFP

In München müssen wichtige Spieler wieder in Quarantäne, weil sie nicht geimpft sind. Der Klub zieht Konsequenzen – und will ihnen für diese Zeit das Gehalt streichen.

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          Am Donnerstag hat Julian Nagelsmann, der Fußballtrainer des FC Bayern, in einer Pressekonferenz über die Spieler in seiner Mannschaft gesprochen, die sich noch nicht gegen Covid-19 haben impfen lassen. „Ich bin ganz ehrlich“, sagte er vor dem Auswärtsspiel in Augsburg. „Ich habe schon den Anspruch, dass die Spieler, die nicht geimpft sind, das verstehen, dass die Gefahr als Ungeimpfter deutlich größer ist, mehr Spiele und Trainingseinheiten zu verpassen als ein Geimpfter. Ich glaube, dass ich das keinem Spieler klarmachen muss. Das ist offensichtlich.“ Und dennoch sprach Nagelsmann das Offensichtliche vor lau­fender Kamera ins Mikrofon. So deutlich wie noch nie davor.

          Christopher Meltzer
          Sportkorrespondent in München.

          Ein Wochenende später ist diese Gefahr dann schon zur Wirklichkeit geworden. Am Freitag musste Joshua Kimmich wegen eines privaten Kontakts auf Anweisung des Gesundheitsamts in Isolation. Am Sonntag folgten seine Mitspieler Serge Gnabry, Jamal Musiala, Eric-Maxim Choupo-Moting und Michael Cuisance. Sie hatten, so steht es auf der Website des Vereins, „Kontakt zu einer Person im unmittelbaren Umfeld der Mannschaft des FC Bayern, die positiv auf das Coronavirus getestet worden ist“. Man muss davon ausgehen, dass sie alle das Champions-League-Spiel in Kiew an diesem Dienstag (18.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei Dazn) verpassen werden. Und natürlich drängt sich in diesem Kontext sofort die nächste Frage auf: Was wäre, wenn sie nicht im unbedeutenden fünften Spiel der Vorrunde, sondern im Achtelfinale fehlen würden?

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