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Corona-Infektion : Kimmich fehlt FC Bayern mit Lungenproblemen noch länger

  • Aktualisiert am

Joshua Kimmich wird erst im neuen Jahr wieder für den FC Bayern spielen. Bild: dpa

Am 6. November spielte Joshua Kimmich zuletzt für die Münchner. Bis Jahresende wird kein weiteres Spiel dazukommen. Nach dem Ende seiner Quarantäne plagen den Nationalspieler gesundheitliche Probleme.

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          Das auch für Hochleistungsathleten so gefährliche Coronavirus zwingt Bayern-Star Joshua Kimmich in eine noch längere Fußballpause. Eigentlich sollte das ungefährdete 3:0 (2:0) des Vorrunden-Champions in Europas Königsklasse gegen einen zum Münchner Sparringspartner geschrumpften FC Barcelona das letzte Spiel sein, das Deutschlands wohl bekanntester Impfzauderer verpasst.

          Bundesliga

          Doch am Donnerstag schreckte diese Nachricht die Bayern-Fans und auch die breite Öffentlichkeit mitten in der tosenden vierten Corona-Welle auf: Kimmich gab in einer Vereinsmitteilung bekannt, dass er „aufgrund von leichten Infiltrationen in der Lunge“ in diesem Jahr nicht mehr für den Tabellenführer in der Bundesliga auflaufen könne.

          In der zuschauerlosen Arena hatte Sportvorstand Hasan Salihamidzic am Abend zuvor noch die frohe Botschaft vom Ende von Kimmichs Quarantäne verkündet. Salihamidzic verwies zwar noch auf ärztliche Untersuchungen, gab sich aber nach inzwischen einem Monat Wettkampfpause des 26 Jahre alten Kimmich durchaus optimistisch. „Ich kenne unseren Jo, der wird natürlich alles geben, um schnell wieder zurückzukommen.“ Das klappt erstmal nicht – trotz der Freitestung.

          Bei Infiltrationen der Lunge handelt es sich um Ansammlungen von Flüssigkeiten und zellulären Bestandteilen in dem lebenswichtigen Organ. Kimmich war bemüht, seine Fans zu beruhigen: „Ich freue mich, dass meine corona-bedingte Quarantäne beendet ist. Mir geht es sehr gut.“ Er könne aber eben „aktuell noch nicht voll trainieren.“

          Der Körper bremst ihn nach der Corona-Infektion aus – und wohl auch die Mediziner. Er werde ein Aufbautraining absolvieren und könne „es kaum abwarten, im Januar wieder voll mit dabei zu sein“, teilte Kimmich mit. Frühestmöglicher Termin für sein Comeback ist nun der Rückrundenstart am 7. Januar gegen Borussia Mönchengladbach.

          Kimmich verpasst im Jahresendspurt die Partien an diesem Samstag gegen Mainz (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) sowie in Stuttgart und gegen Wolfsburg. Es sind die Pflichtspiele sechs bis acht seit seinem letzten Einsatz beim 2:1 gegen den SC Freiburg am 6. November. Danach musste Kimmich erst als ungeimpfte Kontaktperson von Teamkollege Niklas Süle in Quarantäne.

          Im Anschluss infizierte er sich selbst mit dem Virus (positiver Test am 24. November) – und das hindert ihn noch weitere Wochen an der geliebten Berufsausübung. Corona lässt die Bayern also nicht los. Eric Maxim Choupo-Moting – mutmaßlich ebenfalls ungeimpft – kann nach einer Infektion auch noch nicht wieder trainieren.

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