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Fußball in der Pandemie : So hat ein Jahr Corona das Spiel verändert

Fußball wird auch in der Corona-Pandemit gespielt, aber es hat sich einiges verändert. Bild: Illustration Christine Rösch

Die Pandemie zwingt den Fußball dazu, seit einem Jahr in leeren Stadien zu spielen. Was ist seitdem anders? Ein Bundesliga-Profi, ein Schiedsrichter, ein Forscher und eine Anhängerin erzählen.

          5 Min.

          „Es ist wirklich krass, wie schnell der Mensch sich an Dinge gewöhnen kann. Klar wurde mir das, als im Oktober 300 Zuschauer zu unserem Spiel gegen Wolfsburg kommen durften und ich mich regelrecht erschrocken habe, wie laut das auf einmal war. Ansonsten ist der Gedanke an die Zuschauer während der Spiele inzwischen fast verschwunden. Nur als Zuschauer vor dem Fernseher denke ich öfter mal: So ein paar Emotionen würden denen da unten jetzt guttun.

          Michael Wittershagen
          Zuständig für den Sport in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Anders ist das vorher und nachher, wo mir die Menschen extrem fehlen. Wenn ich auf den Rasen laufe. Oder während unserer ChampionsLeague-Vorrunde, wo wir das eine oder andere Stadion in Europa mit unseren Fans regelrecht abgerissen hätten. Auch nach den Freitagabendspielen gegen Bayern und Dortmund, die wir gewonnen haben, wollte ich meine Freude rausschreien. Dann setzt man sich ins Auto, fährt nach Hause und freut sich allein.

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