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Bundesliga trotz Corona-Krise? : Geisterspielplan mit Gänsehautfaktor

Keine schöne Aussicht: Geisterspiele in der Bundesliga Bild: dpa

Der deutsche Profi-Fußball will die Corona-Saison mit Ruhm und Hygiene beenden. Das DFL-Konzept könnte funktionieren – und doch die Pandemieabwehr unterlaufen. Die Probleme liegen auf der Hand.

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          Noch steht Deutschland international gut da mit seiner Anti-Corona-Politik, aber machen wir uns nichts vor: Garantieren hätte das vor Ausbruch der Pandemie keiner können. Nicht vor und nicht während der exponentiellen Sars-CoV-2-Ausbreitung. Einen Masterplan gibt es nicht, auf Sicht fahren war und ist das Konzept. Mehr verspricht auch das „medizinische Konzept“ nicht, das die Deutsche Fußball-Liga (DFL) in dieser Woche vorgelegt hat, um den Spielbetrieb wiederaufnehmen und die Bundesliga-Saison wenigstens halbwegs regulär mit Geisterspielen beenden zu können.

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Die Frage ist nun: Darf der Profi-Fußball mit seinen 1100 hochbezahlten Spielern an der langen Leine laufen, wenn die Kanzlerin alle anderen am Halsband packt? Und falls ja, falls die Politik die gewünschte Freigabe noch im Mai erteilt, wäre das dann auch einzulösen, was die Corona-Task-Force der DFL unter der Leitung des Nationalmannschaftsarztes und Vorsitzenden der Medizinischen Kommission, Tim Meyer, verspricht: bei den Spielen ein „medizinisch vertretbares Risiko“ zu gewährleisten?

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