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Fußball und Corona : Ohne Kompass in der Krise

  • -Aktualisiert am

Volles Haus in Berlin. Corona-Krise? Welche Corona-Krise! Bild: dpa

Ratlosigkeit, Unmut und Verhärtungen steigen überall im Land geradezu exponentiell. Auch der Fußball gibt derzeit kein gutes Bild ab. Er muss den Kontakt zur Realität wieder herstellen.

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          Bei aller Aufmerksamkeit und Aufregung, die der Profifußball in der Corona-Krise auf sich zieht: Auf dem Fußballplatz wird der Kampf gegen die Pandemie nicht entschieden, auch nicht in den deutschen Stadien. Die Grundlagen dafür muss schon die Politik schaffen. Doch eines wird mit Blick auf die vergangenen Wochen auch klar: Anders als in der Vergangenheit hat es die Fußball-Luxus-Bubble in der Pandemie nun mit realen Problemen aus dem realen Leben zu tun – und man sieht mit jedem Tag, wie das die Profibranche überfordert.

          Bundesliga

          Ob der Spitzenfußball es nun will oder nicht: Seit der Debatte um den ungeimpften Kimmich ist offensichtlich, dass auf seiner Bühne auch die kurzsichtige, widersprüchliche, mutlose, in jedem Fall aber erfolglose Corona-Politik des Landes mitverhandelt wird. Und auch, dass der Fußball in dieser Lage kein gutes Bild abgibt. Der Vertrauensvorschuss jedenfalls, den sich die Liga in der ersten Phase der Pandemie mit ihrem beispielhaften und weltweit kopierten Hygienekonzept verschafft hat, ist längst aufgebraucht. Mehr noch: Der Fußball hat in der vierten Welle seinen Kompass verloren. Woher sollte er in diesen Zeiten auch kommen?

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