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Bundesliga in der Corona-Krise : Der große Erfolg der Fußball-Lobbyisten

  • -Aktualisiert am

Pappkameraden: Im Stadion von Borussia Mönchengladbach stehen imaginäre Fans in der Nordkurve. Bild: dpa

Die Bundesliga steht vor der Wiederaufnahme der Spiele ohne Zuschauer. Das Vorpreschen der Politik in der Corona-Krise aber schürt Widerstand. Die Veröffentlichung des Planes wirkt wie eine ausgeklügelte Inszenierung.

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          Eine lange Zeit verharrten die Strippenzieher des deutschen Profifußballs im Zustand einer sympathischen Zurückhaltung. Wenn Christian Seifert, der Chef der Deutschen Fußball-Liga (DFL), sich zur bedrohlichen Lage für viele Vereine äußerte, dann immer mit der behutsamen Kernbotschaft, dass andere Themen derzeit wichtiger seien. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, der „Fußball ignoriere in seiner Selbstbezogenheit die Realität“, lautete seine zentrale Aussage.

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          Aber im Hintergrund sind die Lobbyisten des Fußballs mit großem Erfolg ihrer Arbeit nachgegangen und haben offenbar überzeugend auf einige wichtige Männer eingewirkt, die nun den Neustart der Saison am 9. Mai in Aussicht stellen. „Söder, Laschet, Spahn planen Neustart am 9. Mai“ titelte die „Bild“-Zeitung am Dienstag. Die Ministerpräsidenten Markus Söder (Bayern) und Armin Laschet (Nordrhein-Westfalen) hatten am Montag im Internet-TV-Format der Boulevardzeitung recht konkret eine Wiederaufnahme des Wettbewerbs zumindest in Aussicht gestellt.

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