BVB-Chef Watzke im Interview :
„Wir müssen mit dem Virus leben, nicht sterben“

Von Michael Horeni
Lesezeit: 9 Min.
„Wir bitten darum, fair und vorurteilsfrei behandelt zu werden“: Hans-Joachim Watzke
Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, spricht über den Überlebenskampf der Bundesliga, die Hoffnung des Fußballs auf den Mut der Politik, die Grenzen der Risiko-Minimierung und die Lehren aus den Goldsteaks.
Etliche Bundesligaklubs kämpfen um ihre Existenz, trotzdem regt sich bei vielen Anhängern Widerstand gegen ein Comeback der Liga. Was ist da schiefgelaufen?

Wir erleben in dieser Krise, dass der Fußball zumindest in Teilen der Gesellschaft nicht mehr jene Akzeptanz hat, wie wir sie vor Covid-19 hatten. Da hat sich offenkundig etwas angestaut, auf das wir stärker reagieren müssen, als wir es bisher getan haben. Um nur ein Beispiel zu nennen: Die Goldsteak-Affären sind in der Sache vielleicht harmlos, aber sie haben eine große Symbolik. Fehlverhalten wie dieses und andere Exzesse haben dem Profifußball geschadet. Wir müssen mehr Demut einfordern, von uns allen, von Spielern, Funktionären und Institutionen. Ich glaube, diese Krise ist dafür eine Chance.

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