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Debatte um Bundesliga : Risiko und Chance nach den Corona-Fällen

  • -Aktualisiert am

Wie kam das Virus herein? Beim 1. FC Köln sieht man keinen eigenen Fehler im Umgang mit den Hygienevorschriften. Bild: dpa

Drei positive Fälle in Köln verschärfen den Streit zwischen Gegnern und Protagonisten des Hygienekonzepts zur Wiederaufnahme der Bundesligaspiele. Das Meinungsspektrum reicht von „Flop“ bis zur „Bewährung“ der Strategie.

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          Birger Verstraete hatte kein besonders erfreuliches Wochenende, der Profi des 1. FC Köln war in großer Sorge. Am Freitagabend wurde bekannt, dass bei zwei Spielern und einem Physiotherapeuten seines Vereins im Rahmen der in allen 36 Erst- und Zweitligaklubs durchgeführten Tests Coronaviren gefunden wurden. Als Verstraete die öffentlich nicht bekannten Namen der Betroffenen hörte, fuhr ihm der Schreck in die Glieder. „Der Physiotherapeut hat mich und andere Spieler wochenlang behandelt. Und mit einem der beiden fraglichen Spieler habe ich am Donnerstag im Kraftraum ein Duo gebildet“, sagte der 26 Jahre alte Belgier dem flämischen Fernsehsender VTM.

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          Das empfand er als furchteinflößend, weil Verstraete mit einer Frau zusammenlebt, die herzkrank ist und zur Gruppe jener Menschen gehören soll, für die eine Covid-19-Erkrankung lebensbedrohlich sein könnte. „Die Gesundheit meiner Familie, meiner Freundin und aller ist von größter Bedeutung“, sagte der Profi: „Das ist mir viel wichtiger. Erst Gesundheit, dann Fußball.“ Dass in Köln trotzdem einfach weiter trainiert werden soll, bezeichnete er in dem Interview, über das „Het Laatste Nieuws“ berichtete, als „bizarr“ und „naiv“.

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