https://www.faz.net/-gtm-9w55o

Daum mit Fans im Zug : „Hoffentlich fliegt der Waggon nicht von den Schienen“

  • Aktualisiert am

„Ich werde weiter mit der Bahn fahren“: Christoph Daum Bild: dpa

Christoph Daum erlebt einen kuriosen Vorfall im ICE. Er wird von Fans von Eintracht Frankfurt bedrängt und lautstark besungen. Später erzählt Daum, wie er die heikle Situation empfand – und lobt die Polizei.

          1 Min.

          Der frühere Bundesliga-Trainer Christoph Daum will auch nach dem kuriosen Fan-Vorfall in einem ICE in Zukunft weiter mit dem Zug reisen. Der 66-Jährige war am Samstagabend von Fans seines früheren Klubs Eintracht Frankfurt in einem Abteil entdeckt und lautstark besungen worden. „Ich werde weiter mit der Bahn fahren“, erzählte Daum am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Ich wurde teils in den Sitz reingedrängt, die anderen Mitreisenden an die Scheibe gedrückt. Es war so eng und ich dachte, hoffentlich fliegt der Waggon jetzt nicht von den Schienen. Das war wie auf hoher See“, sagte Daum.

          Im Internet kursiert ein Video, auf dem der Fußball-Lehrer in einem Abteil von Fans umringt und besungen wird: „Christoph Daum ist wieder da und in Frankfurt kauft er Koka.“ Dass er damit von den Anhängern an seine Kokain-Affäre vor fast 20 Jahren erinnert wurde, brachte Daum nicht aus der Ruhe. „Der Wagen wackelte, aber ich habe dann durch Gespräche und Selfies, die ich mit denen gemacht habe, die Situation etwas beruhigen können“, berichtete der Coach, der gemeinsam mit seiner Ehefrau unterwegs war.

          Ein besonderes Lob hatte Daum für die Polizei übrig. „Ich kann der Polizei nur ein Riesenkompliment machen. Jetzt habe ich mal aus nächster Nähe erfahren, was die Polizei für einen riesigen Einsatz für die Fußballvereine leistet“, sagte er. Die Eintracht-Fans waren nach dem Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf auf der Heimreise, als sie zu Daum in den Zug stiegen. „Die Polizeiarbeit wird im Fußball immer so ein bisschen wie eine Selbstverständlichkeit abgetan. Aber wenn du mal mitten in so einer Menschenmasse feststeckst, dann lernst du es ganz anders schätzen.“

          Weitere Themen

          Mainzer Aschersonntag

          0:4 beim VfL Wolfsburg : Mainzer Aschersonntag

          Die Mainzer begannen couragiert wie ein Fastnachtsumzug beim VfL, ließen aber schnell nach. Schon zur Pause lag das Team von Achim Beierlorzer hoffnungslos zurück. In der zweiten Hälfte wurde es vorgeführt.

          Topmeldungen

          Wer hätte es ihnen zugetraut? Peter Tschentscher lässt sich von SPD-Landeschefin Melanie Leonhard (links) und seiner Frau beklatschen.

          Hamburg hat gewählt : Tschentschers Plan ist aufgegangen

          Hamburg beschert der SPD fast vergessene Glücksgefühle. Der Erste Bürgermeister bleibt im Amt. Er könnte sich sogar den Partner aussuchen. Würde er lieber mit dem Verlierer CDU regieren als mit kraftstrotzenden Grünen?

          Grüne in Hamburg : Zweiter Platz, erster Verlierer

          Die Grünen legen erheblich zu, verpassen aber schon wieder eine große Chance: in einem zweiten Bundesland zu regieren. Für Robert Habeck und Annalena Baerbock wird es damit nicht leichter, ihren Anspruch auf Platz eins bei der nächsten Bundestagswahl glaubwürdig zu machen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.