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Chaos bei 1860 München : DFL hat „erhebliche Bedenken“ gegen Einstieg von Investor

  • Aktualisiert am

Bleibt Miroslav Stevic Sportdirektor der Löwen, wenn der Berliner Investor bei 1860 München nicht einsteigen kann? Bild: dpa

Millionen-Zahlungen für den finanziell in Bedrängnis geratenen Zweitliga-Klub 1860 München liegen vorerst „auf Eis“. Die DFL hat „erhebliche Bedenken“ gegen den geplanten Einstieg der Berliner Unternehmensgruppe Schwarzer, deshalb haben die Löwen den Antrag auf Genehmigung zunächst zurückgezogen.

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          Turbulenzen bei Fußball-Zweitligaklub 1860 München: Am Montagabend gaben die Löwen bekannt, dass der spektakuläre Einstieg eines Berliner Investors geplatzt ist. Wie die Sechziger in einer Pressemitteilung erklärten, habe die Deutsche Fußball Liga DFL „erhebliche Bedenken“ zu dem angedachten Einstieg der Unternehmensgruppe Schwarzer beim deutschen Meister von 1966 geäußert. Der Investor wollte mehrere Millionen Euro in den Verein fließen lassen, spekuliert wurde zuletzt über rund sieben Millionen Euro.

          „Entgegen den Erwartungen hat die DFL signalisiert, daß die Vereinbarungen zwischen dem TSV München von 1860 und der Unternehmensgruppe Schwarzer auf erhebliche Bedenken stoßen. Der Verein und Herr Schwarzer haben deshalb beschlossen, den Genehmigungsantrag zurückzuziehen und die Investition bis auf weiteres auf Eis zu legen“, hieß es in der Erklärung.

          „Viele Fragen und Probleme“

          Am späten Abend äußerte sich der Vizepräsident Franz Maget: „Wir möchten nicht in einen Dauerstreit mit der DFL treten und haben uns daher entschlossen, unseren Antrag zurückzuziehen. Wir haben gewusst, dass es noch Hürden gibt, aber nicht gedacht, dass es auf Seiten der DFL noch so viele Fragen und Probleme gibt“, sagte der SPD-Politiker.

          Die Führung bei 1860 München: Aufsichtsrat Franz Maget, Vizepräsident Michael Hasenstab, Miroslav Stevic, der neue Sportdirektor und Präsident Rainer Beeck

          Im Zuge der angedachten Vereinbarung mit dem Investor war auf sportlicher Ebene ein personeller Wechsel vorgenommen worden. Sportdirektor Stefan Reuter wurde durch den ehemaligen 1860-Profi Miroslav Stevic abgelöst. Stevic gilt als Vertrauensmann der Investorengruppe. Seine Zukunft steht nach den jüngsten Ereignissen in Frage. „Es ist eine neue Situation. Seine Zukunft werden wir mit ihm am Dienstag erörtern“, sagte Maget, der eine Rückkehr von Stefan Reuter allerdings ausschließt.

          Auf einer Pressekonferenz am 3. Februar hatte die Löwen-Führung erklärt, dass die Sechziger laut einer Vereinbarung in den nächsten vier Transferperioden Geld für Transfers abrufen können. In Form eines so genannten nachrangigen Darlehens sei bereits Geld geflossen. Schwarzer wäre demnach an einem möglichen Gewinn der KGaA beteiligt, hätte aber auch das Recht auf maximal 25 Prozent der Anteile.

          Über die Vertragslaufzeit, aber auch die Höhe der Investitionen gab es bisher weder vom Klub noch von der DFL offiziellen Angaben. Die Liga hatte die Verantwortlichen des Klubs zu einem Gespräch eingeladen. Darauf nahmen der Investor und der Klub zunächst Abstand von ihrem Deal.

          Manager Uli Hoeneß vom deutschen Meister Bayern München hatte nach Bekanntwerden des Deals geäußert, dass dies der „Anfang vom Ende“ des Stadtrivalen sei, sollte das Geschäft zustande kommen. An Stevic, der von 1994 bis 1998 für die Löwen 104 Bundesligaspiele absolvierte, ließ Uli Hoeneß kein gutes Haar: „Ich glaube nicht, dass der jetzt gerade Herzblut da drin hat. Der hat eher ein paar Euro-Zeichen im Herzen.“ 1860-Trainer Marco Kurz stand nach der Stevic-Inthronisierung unter Druck. Doch das Team holte am Sonntag ein verdientes 2:2 beim Aufstiegsaspiranten FSV Mainz 05.

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