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Auslosung der Champions League : Bayern und Dortmund im Glück – Knaller für Gladbach

  • Aktualisiert am

Auch in diesem Jahr geht es wieder um den markanten Pokal mit den großen Henkeln. Bild: Picture-Alliance

Die Münchner bekommen es in der neuen Saison der Champions League mit machbaren Gegnern zu tun. Auch Dortmund erhält eine gute Gruppe. Kniffliger wird es für Leipzig und vor allem Borussia Mönchengladbach.

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          Die nächsten Gegner bei der Mission Titelverteidigung jagten Robert Lewandowski und Co. keinen Schrecken ein, Titelverteidiger FC Bayern München erwarten in der Gruppenphase der Champions League keine allzu großen Hürden. Dagegen gestaltet sich für Borussia Mönchengladbach die Rückkehr in die Königsklasse nach vier Jahren als Reise in die glorreiche Vergangenheit. Rekordgewinner Real Madrid und Inter Mailand wecken Erinnerungen an große Europapokal-Nächte der Fohlen-Elf.

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          Auch RB Leipzig hat eine schwierige Gruppe erwischt. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann bekommt es wie schon beim Halbfinal-K.o. im August mit Paris Saint-Germain und Thomas Tuchel zu tun, dazu warten Englands Rekordchampion Manchester United und Istanbul Basaksehir.

          Dagegen hatten die Bayern 39 Tage nach dem Triumph gegen PSG eher Losglück. Die größte Herausforderung dürfte für die Mannschaft von Hansi Flick noch Atlético sein. Die Spanier, die sich mit Stürmerstar Luis Suarez verstärkt haben, schalteten den deutschen Rekordmeister 2016 noch im Halbfinale aus. Letztmals trafen die beiden Klubs in der Saison 2016/17 aufeinander. Auch damals konnten die Spanier den Bundesligaverein besiegen. RB Salzburg und Lokomotive Moskau sind dagegen in Gruppe A die klaren Außenseiter. „Eine sehr interessante Gruppe“, nannte Thomas Müller die Konstellation. „Als aktueller Champions-League-Sieger bist du aber gleich in der Gruppenphase schon wieder unter Zugzwang.“

          Auch Borussia Dortmund, der in der vergangenen Saison im Achtelfinale am späteren Finalisten PSG gescheitert war, erwischte eine machbare Gruppe. Der russische Meister Zenit St. Petersburg, Lazio Rom und der FC Brügge heißen die Gegner der Westfalen. Im Duell mit Lazio als wohl schwersten Gegner kommt es zum Wiedersehen mit dem früheren BVB-Stürmer Ciro Immobile, der in der abgelaufenen Saison immerhin vor Cristiano Ronaldo italienischer Torschützenkönig wurde.

          Weitaus namhafter sind da schon die Gladbacher Gegner. „Das ist ein geiles Los. Wir haben die Creme de la Creme Europas bekommen. Wir freuen uns darauf. Das ist sehr viel Geschichte, die auf uns trifft“, sagte Gladbachs Sportchef Max Eberl beim TV-Sender Sky und erinnerte an das legendäre 7:1 gegen Inter 1971 mit dem Büchsenwurf vom Bökelberg und das rauschenden Fußballfest gegen Real beim 5:1 im Jahre 1985. Dazu muss sich die Borussia mit Schachtar Donezk auseinandersetzen.

          Trainer Jürgen Klopp spielt unterdessen mit dem FC Liverpool in der Gruppenphase gegen Ajax Amsterdam, Atalanta Bergamo und den FC Midtjylland aus Dänemark. Einen Klassiker gibt es in Gruppe G mit Juventus Turin und dem FC Barcelona, wenn die Superstars Cristiano Ronaldo und Lionel Messi aufeinandertreffen.

          Das Ziel aller Klubs heißt Istanbul, wo am 29. Mai 2021 das Finale stattfinden soll. In der Gruppenphase steht bis Weihnachten eine wahre Terminhatz an. Gespielt wird am 20./21. und 27./28. Oktober, am 3./4. und 24./25. November sowie am 1./2. und 8./9. Dezember. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie könnte es vermehrt zu Spielabsagen kommen - dann muss irgendwie ein neuer Ersatztermin gefunden werden. Die Uefa behält sich vor, die Gruppenphase bis zum 28. Januar zu verlängern.

          In Deutschland scheint noch offen, wie mit möglichen Quarantänebestimmungen verfahren wird. „Wenn wir am Mittwoch in der Champions League in einem Risikogebiet antreten (...), dann sollten die Grundlagen dafür geschaffen sein, dass wir anschließend samstags in der Bundesliga wieder spielen dürfen“, hatte zuletzt BVB-Sportdirektor Michael Zorc in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gesagt. Zuständig sind die lokalen Behörden, die Klubs dürften um Ausnahmegenehmigungen bemüht sein.

          Kann aus „irgendwelchen Gründen“ die Gruppenphase nicht abgeschlossen werden, entscheidet das Uefa-Exekutivkomitee über die Besetzung der K.o.-Runde, hatte der Dachverband mitgeteilt. Für die Europa League, deren Gruppenphase an diesem Freitag ausgelost wird, gelten die gleichen Regeln. Die Uefa erlaubt eine Zuschauer-Rückkehr bei Länderspielen sowie in Champions League und Europa League. Wie der Kontinentalverband mitteilte, dürfen von der kommenden Woche an maximal 30 Prozent der Stadionkapazität genutzt werden, sofern die nationalen Gesundheitsbehörden dies erlauben. Bedingung sei zudem das Abstand halten und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aller Besucher. Erlaubt sind vorerst auch nur Fans der Heimmannschaft.

          „Die heutige Entscheidung ist ein vernünftiger erster Schritt, bei dem die Gesundheit der Fans an erster Stelle steht und die Gesetze in jedem Land eingehalten werden. Während wir alle in Covid einem gemeinsamen Feind gegenüberstehen, haben verschiedene Länder zu jedem Zeitpunkt unterschiedliche Ansätze und unterschiedliche Herausforderungen“, sagte Uefa-Präsident Aleksander Ceferin nach der Entscheidung des Exekutivkomitees.

          Die Gruppen der Champions League im Überblick

          Gruppe A: FC Bayern München, Atlético Madrid, FC Salzburg, Lokomotive Moskau

          Gruppe B: Real Madrid, Schachtar Donezk, Inter Mailand, Borussia Mönchengladbach

          Gruppe C: FC Porto, Manchester City, Olympiakos Piräus, Olympique Marseille

          Gruppe D: FC Liverpool, Ajax Amsterdam, Atalanta Bergamo, FC Midtjylland

          Gruppe E: FC Sevilla, FC Chelsea, FK Krasnodar, Stade Rennes

          Gruppe F: Zenit St. Petersburg, Borussia Dortmund, Lazio Rom, FC Brügge

          Gruppe G: Juventus Turin, FC Barcelona, Dynamo Kiew, Ferencváros Budapest

          Gruppe H: Paris Saint-Germain, Manchester United, RB Leipzig, Istanbul Basaksehir

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