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Urteil vom Sportgerichtshof : Cas kontert Leverkusens Kritik im Fall Calhanoglu

Für Hakan Calhanoglu ist diese Saison nach seiner Sperre beendet. Bild: dpa

Wegen der Verkündung der Sperre für Hakan Calhanoglu nach Ende der Transferfrist griff Bayer den Internationale Sportgerichtshof scharf an. Nun antwortet der Cas auf die Vorwürfe aus Leverkusen.

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          Der Internationale Sportgerichtshof (Cas) hat den Vorwurf von Bayer Leverkusen, das Urteil im Fall Hakan Calhanoglu absichtlich nach Ende der Transferzeit veröffentlicht zu haben, zurückgewiesen. „Das ist nicht korrekt“, antwortete der Generalsekretär des Cas, Matthieu Reeb, auf Anfrage: „Das Büro des Cas-Gerichts teilte den beteiligten Parteien den endgültigen Schiedsspruch am 2. Februar mit, sobald es die Freigabe des Schiedsgerichts erhalten hatte“, schrieb Reeb.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Am Freitag hatte der Geschäftsführer des Fußball-Bundesligaklubs, Michael Schade, den Cas angegriffen: „Besonders perfide ist, dass mit der Verkündung des Urteils gewartet wurde, bis das Transferfenster geschlossen war.“ Bayer habe die Information gehabt, dass das Urteil schon Tage vorher gefällt worden sei, aber aus bürokratischen Gründen nicht unmittelbar veröffentlicht wurde. „Theoretisch hätten wir noch einen Spieler verpflichten können“, hatte Schade gesagt.

          Calhanoglu war 2014 vom Hamburger SV zu Bayer Leverkusen gewechselt. Reeb wies darauf hin, dass Leverkusen nicht in die juristische Auseinandersetzung involviert war und deshalb nicht vom Cas informiert werden konnte. Streitende Parteien waren der Spieler Calhanoglu und sein früherer türkischer Verein Trabzonspor. „Ich nehme das zur Kenntnis“, sagte Bayer-Geschäftsführer Schade als Reaktion auf die Cas-Stellungnahme.

          Der 2011 erst 17 Jahre alte Deutschtürke hatte damals, vertreten durch seinen Vater, einen Vertrag mit Trabzonspor geschlossen, aber anschließend seine Vereinbarung mit dem Karlsruher SC doch verlängert. Der Cas bestätigte in letzter Instanz der Sportgerichtsbarkeit die Vertragsverletzung und das Urteil: Calhanoglu ist seit dem 2. Februar für vier Monate gesperrt und wird bis zum Ende der Saison von Leverkusen nicht mehr eingesetzt werden können. Außerdem muss er Trabzonspor 100.000 Euro zahlen.

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