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BVB-Trainer Jürgen Klopp : „Der aktuelle Tabellenplatz ist mir Wurst“

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„Wir sind im Abstiegskampf“: Jürgen Klopp Bild: Imago

Das 0:0 in Leverkusen ist für Dortmund ein Erfolg. Dennoch rutscht der BVB auf den letzten Rang ab. Nun spricht Trainer Klopp über Abstiegskampf, Neuzugang Kampl und den 18. Tabellenplatz.

          Im ersten Spiel der Bundesliga-Rückrunde kommt Dortmund zu einem 0:0 in Leverkusen. Trotz des Punktgewinns rutscht der BVB auf den letzten Platz ab. Nach der Partie spricht Trainer Jürgen Klopp über seine Kritikpunkte, Neuzugang Kampl und einen umstrittenen Zweikampf im Strafraum

          Wie schwer war es, nach der katastrophalen Bundesliga-Hinrunde das erste Spiel nach der Winterpause zu bestreiten, und wie zufrieden sind sie mit dem Auftritt in Leverkusen?

          Wir sind im Abstiegskampf. Deswegen kann ich nicht auf der einen Seite Abstiegskampf predigen und auf der anderen Seite Champagner-Fußball fordern. Ich bin heute total zufrieden. Wir dürfen nicht im Abstiegskampf stecken und uns mit unserem besten Fußball vergleichen lassen.

          Es war eine kampfbetonte Begegnung und kein hochklassiges Spiel - oder?

          Dafür, dass wir gegen einen Gegner, der die intensivste Spielweise in der Bundesliga pflegt, am ersten Spieltag der Rückrunde angetreten sind, haben wir ein wirklich gutes Spiel abgeliefert. Ich habe heute nicht nach Perfektion gestrebt, sondern nach Stabilität. Was notwendig war, haben wir angenommen. Damit haben wir einen richtig guten ersten Schritt gemacht.

          Was war im Spiel ihres BVB-Teams gut, was nicht so gut?

          Stabilität war da, das Umschaltspiel war da. Hätten wir den einen oder anderen Ball klarer gespielt, wäre es sicher besser für uns gewesen. Dann hätte es insgesamt besser ausgesehen. Wir müssen uns da reinarbeiten. In Leverkusen ist ein Punkt immer stark, heute war er besonders gut.

          Keine geht in Leverkusen mit leeren Händen nach Hause Bilderstrecke

          Sie übten Kritik am Passspiel ihrer Spieler...

          Das Passspiel war nicht so gut. Wir wollten die Pressingräume überspielen, doch da waren die Pässe zu ungenau. Wir hatten statistisch eine Passquote von 44 Prozent. Wenn wir 45 Prozent gehabt hätten, hätten wir gewinnen können. Da waren zwei Bälle dabei, wenn die angekommen wären, wären wir alleine durch.

          Der BVB hat einen Punkt aus Leverkusen mitgenommen, aber ist dennoch vom 17. auf den letzten Platz abgerutscht. Ein Wermutstropfen?

          Überhaupt nicht. Der aktuelle Tabellenplatz ist mir Wurst. Es geht darum, auf Schlagdistanz zu denen zu bleiben, die vor uns liegen. Dass ist das einzige, was mich interessiert. Wir werden Druck machen müssen auf alle, die vor uns liegen. Der 18. Platz: Ich habe mich nicht daran gewöhnt, aber heute ist er mir scheißegal. Wir sind nur noch zwei Punkte von einem Platz entfernt, den ich als Paradies bezeichnen würde.

          Wie beurteilen Sie das Bundesligadebüt ihres Neuzugangs Kevin Kampl?

          Sehr gut. Für sein erstes Spiel war es beeindruckend, weil es ja auch nicht leicht ist im ersten Bundesligaspiel. Er war sehr selbstbewusst, aber er kann noch besser.

          Es gab eine strittige Szene in der zweiten Halbzeit, als der Leverkusener Ömer Toprak den BVB-Stürmer Ciro Immobile im Strafraum am Arm festgehalten hat. War es ein Elfmeter?

          Man kann den Elfmeter geben, weil er einfach nicht loslässt. Ich will es aber nicht zu groß aufhängen, weil es kein glasklarer war. Für ein so intensives Spiel gab es wenige strittige Szenen.

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