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Bitte um Vertragsauflösung : Klopp will nicht mehr Dortmund-Trainer sein

  • Aktualisiert am

BVB-Trainer Jürgen Klopp Bild: AFP

Seit 2008 ist Jürgen Klopp Trainer von Borussia Dortmund. Er führte den Bundesligaklub zu drei Titeln. Nun verlässt er den Verein zum Saisonende. 

          Erfolgstrainer Jürgen Klopp will den Fußball-Bundesligaverein Borussia Dortmund nach Informationen der „Bild“-Zeitung im Sommer verlassen. Seine Nachfolge soll der frühere Mainzer Coach Thomas Tuchel antreten. Der BVB nahm auf Anfrage zunächst keine Stellung, lud aber für 13.30 Uhr zu einer Pressekonferenz ein.

          Klopp hatte im Oktober 2013 seinen Vertrag mit dem BVB bis 2018 verlängert. In dieser Saison erlebte der BVB unter dem Coach aber einen schweren Absturz. Mit nur 33 Punkten ist der Klub noch nicht endgültig gesichert. Die Schwarz-Gelben hatten die Hinrunde nur auf Platz 17 beendet und lagen zwischenzeitlich sogar auf dem letzten Tabellenrang.

          Tuchel, der sich bis zum Saisonende eine Auszeit genommen hat, war bis zuletzt auch beim abstiegsbedrohten Hamburger SV im Gespräch. Die Norddeutschen präsentierten aber am Mittwoch Bruno Labbadia als neuen Trainer. Damit könnte es ähnlich wie einst in Mainz laufen. Ein Jahr nach dem Weggang von Klopp übernahm Tuchel 2009 dort den Cheftrainerposten.

          Unter Klopp erlebte der BVB eine seiner erfolgreichsten Zeiten in der Bundesliga. Seit 2008 ist der 47-Jährige bei den Westfalen im Amt. Zwei Meisterschaften (2011, 2012) und einen Pokalsieg (2012) gewannen die Dortmunder seitdem unter Klopp.

          „Vollgas-Veranstaltungen“ mit Klopp

          Außerdem erreichte der BVB 2013 das gegen Bayern München verlorene Champions-League-Finale. Insgesamt führte Klopp den Verein viermal in Serie in die Königsklasse. In dieser Saison haben die Dortmunder nur noch Chancen auf den DFB-Pokal, müssen aber im Halbfinale beim FC Bayern ran.

          Als Klopp im Sommer 2008 beim BVB seinen Job antrat, hatte der Coach „Vollgas-Veranstaltungen“ versprochen und trotz anfangs schwieriger finanzieller Verhältnisse in Zusammenarbeit mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc einen Umbruch eingeleitet.

          Auf dem Höhepunkt: Klopp holt mit dem BVB 2012 das Double aus Meisterschaft und Pokal. Bilderstrecke

          2011 feierten Klopp und der BVB den ersten gemeinsamen Meistertitel. Der Schwabe wurde als Vater dieses Erfolgs gefeiert. Spätestens seit jenem Jahr hat Klopp in Dortmund Kultstatus. Zorc schwärmte einst, der Coach sei sein „bisher bester Transfer als Manager“ gewesen.

          Unter Klopp schafften Profis wie Mats Hummels, Mario Götze, Sven Bender, Kevin Großkreutz oder Marcel Schmelzer den Sprung in die Nationalmannschaft, der Gesamtwert des Teams wuchs beträchtlich. Die Klopp-Auswahl dominierte zwischenzeitlich die Liga, Laufintensität, enorme taktische Disziplin und unbekümmerte Angriffsaktionen prägten diese Ära.

          Klopp schwärmte von Watzke und Zorc

          Als angesichts der sportlich ausbleibenden Erfolge in dieser Saison im BVB-Umfeld erstmals größere Zweifel an Klopp aufkamen, wiegelten Watzke und Zorc immer wieder ab. Beide ließen keine Diskussionen um Klopp aufkommen, von dem es immer wieder hieß, nur er selbst könne seine Amstzeit bei den Schwarz-Gelben beenden.

          Bislang bestritten die BVB-Profis unter Klopp 270 Pflichtspiele, die mit 159 Siegen, 54 Niederlagen und 57 Unentschieden endeten. „Dieser Verein passt gut zu mir“, hat Klopp bei seinem Wirken in Dortmund häufig betont. Und immer wieder schwärmte er von der harmonischen Zusammenarbeit mit Watzke und Zorc.

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