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BVB-Trainer Lucien Favre : „Klopps Nachfolger zu sein, ist nie einfach“

  • Aktualisiert am

Lucien Favre weiß, dass sein Job gefährdet ist. Bild: dpa

Dortmund-Trainer Lucien Favre weiß um das schwere Erbe beim BVB, lenkt den Fokus aber auf die momentane Situation. Bis Weihnachten fordert er das Maximum.

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          Trainer Lucien Favre von Borussia Dortmund hat eingeräumt, dass es nicht leicht für ihn sei, mit seinem Vorgänger Jürgen Klopp verglichen zu werden. „Sein Nachfolger zu sein, ist nie einfach – das ist kein Geheimnis. Er ist ein toller Trainer und hatte hier sieben hervorragende Jahre“, sagte der 62-Jährige in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung.

          Bundesliga

          Unter der Regie des Schweizers hatte der BVB zuletzt bei Rekordmeister Bayern München 0:4 verloren. Das Ziel Favres bleibt aber die Meisterschale: „Ich will immer das Maximum. Und das Maximum im Fußball sind Titel.“ Zuletzt wurden die Westfalen 2012 deutscher Meister – mit Klopp auf der Trainerbank. Dass sein Name weiterhin in Dortmund gehandelt wird, ist vor allem auf eine Aussage von Klubchef Hans-Joachim Watzke zurückzuführen.

          In einem von Watzke und dem F.A.Z.-Journalisten Michael Horeni veröffentlichten Buch schilderte der Dortmunder Klubchef, dass er nach dem Aus von Peter Stöger im Mai 2018 mit Klopp telefoniert habe und versuchte, ihn zurück zu den Dortmundern zu holen. Der Liverpool-Trainer sagte bekanntlich ab, der BVB entschied sich für Favre.

          Für Favre geht es jetzt auch darum, den Klub wieder zu beruhigen und möglichst viele Punkte zu sammeln. „Wir müssen bis Weihnachten unser Bestes geben und punkten“, forderte der Schweizer kurz vor dem anstehenden Spiel an diesem Freitag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei DAZN) gegen den SC Paderborn. „Wir alle wollen das Maximum! Aber es gibt keinen Grund, in Panik zu verfallen.“

          Auch die anhaltenden Diskussionen um seine Person stören ihn nicht. „Das ist das Geschäft. Ich kann damit gut leben – und als Trainer in der heutigen Zeit musst du das auch können“, sagte der Schweizer Fußballlehrer und versicherte: „Ich war auch nicht mit allen Ergebnissen in dieser Saison zufrieden – aber Angst um meinen Job hatte ich nie.“ Bleiben die Ergebnisse aus, „gibt es Diskussionen. Ich bin lange genug dabei, um das zu verstehen.“

          Für ihn sei es keine Überraschung, „dass die Erwartungen in Dortmund hoch sind und das Umfeld nach so einem ersten Jahr anfängt, von mehr zu träumen. Nur vom Titel zu reden bringt uns aber keine Punkte“, betonte Favre. „Wir müssen uns auf die Spiele konzentrieren und gewinnen.“

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