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BVB-Sensation Erling Haaland : „Das war nett“

Herausragend: Erling Haaland (Mitte) freut sich mit seinen BVB-Mitspielern vor der Gelben Wand. Bild: AP

Erling Haaland begeistert auch bei seinem Heimdebüt in Dortmund: Nach seiner Einwechslung erzielt er drei Treffer. Die Borussia wähnt sich auch deshalb auf einem guten Weg. Nur Torhüter Bürki übt Kritik am Norweger.

  • Aktualisiert am
          2 Min.

          Das norwegische Wunderkind wiederholt seinen Auftritt aus der Vorwoche - fast. Ein wenig zurückhaltender blieb Erling Haaland dann aber doch beim Spiel gegen den 1. FC Köln. Nach drei Jokertreffern in Augsburg traf der 19 Jahre alte Stürmer am Freitagabend nur zweimal. Roman Bürki übte deshalb auch schon umgehend Kritik. „Es ist sehr schade, dass er schon nachlässt. Drei Tore, zwei Tore - ich hoffe nicht, dass es im nächsten Spiel nur eins ist“, scherzte der BVB-Torhüter.

          Tatsächlich wurde Haaland natürlich Von den Fans gefeiert und von den Mitspielern gelobt. „In 57 Minuten hat er mehr Tore gemacht als ich in der ganzen Saison“, lobte Offensivspieler Thorgan Hazard mit einer gewissen Selbstironie.

          Haaland selbst genoss nach seinem glänzenden Heim-Debüt einfach den Moment. Nach dem 5:1 (2:0)-Erfolg von Borussia Dortmund gegen den 1. FC Köln stand der Torjäger mit glänzenden Augen vor der bebenden Südtribüne. „Das war nett“, sagte Haaland in die Kameras des norwegischen Senders TV2 und verschwand mit einem breiten Grinsen.

          Bundesliga

          Fünf Tore in den ersten 57 Minuten in der Fußball-Bundesliga waren noch keinem Spieler zuvor gelungen. Seinem Dreierpack in Augsburg ließ Haaland nach seiner Einwechslung zwei Treffer gegen Köln (77. und 87.) folgen. Nachdem das erste Tor noch ein Abstauber war, bei dem er lediglich seinen Instinkt beweisen musste, bewies er beim 5:1 seine Schnelligkeit, seine Wendigkeit und seine Coolness.Er erlief sich einen etwas zu langen Pass von Mahmoud Dahoud dank seiner Antrittsstärke. Elegant umkurvte er dann Kölns Schlussmann Timo Horn und schob den Ball dann aus spitzem Winkel in aller Ruhe überlegt ins verwaiste Tor.

          Die Mitspieler zeigten sich von Haalands furiosem Start begeistert. „Wenn man sieht, wie er tagtäglich arbeitet, dann weiß man, dass das kein Zufall ist. Er gibt im Training immer Vollgas und geht in jeden Zweikampf rein“, sagte Mats Hummels und fügte an: „Er wird uns noch viel Freude bereiten und viele Tore schießen.“

          Abgang durch die Hintertür

          Beim Weg aus dem Stadion wählte Erling Haaland die Hintertür. Um den Hype um seine Person nicht weiter anzuheizen, befolgte der neue Joker-König der Dortmunder die Empfehlung seines Klubs, mied bis auf die eine norwegische Kamera die wartenden Journalisten und verzichtete auf Interviews.

          Anders als in Augsburg benötigten die Dortmunder den 20 Millionen Euro teuren Wintereinkauf von RB Salzburg diesmal jedoch nicht als Retter in der Not. Bereits vor Haalands Einwechslung in der 65. Minute führte das Team von Trainer Lucien Favre dank der Treffer von Raphael Guerreiro (1.), Marco Reus (29.) und Jadon Sancho (48.) bereits mit 3:1. „Wir haben in allen Bereichen einen Schritt nach vorne gemacht“, lobte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl. Einziger Schönheitsfehler war der Gegentreffer durch Mark Uth (65.).

          Mehr als zehn Treffer in den ersten beiden Rückrundenspielen hatte zuvor nur Borussia Mönchengladbach (11) in der Saison 1966/67 geschafft. Auch deshalb wähnen sich die Dortmunder auf gutem Weg, die führenden Klubs aus Leipzig, München und Mönchengladbach weiter unter Druck zu setzen. „Ich denke, dass das heute ein guter Schritt nach vorne war im Gesamten. Wir wollten heute kompakter stehen und weniger Fehler machen als in Augsburg“, kommentierte Kapitän Marco Reus.

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