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„War notwendig“ : Lewandowskis klärendes Gespräch mit Klopp

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Nach Anlaufschwierigkeiten beim BVB zu „Europas Fußballer des Jahres“: Robert Lewandowski, mittlerweile Profi in München Bild: EPA

Der Stürmer-Star des FC Bayern berichtet von großen Schwierigkeiten bei seiner Zeit in Dortmund unter dem damaligen BVB-Trainer Jürgen Klopp. Dann aber habe sich alles schlagartig geändert.

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          Weltklassestürmer Robert Lewandowski (32) hat nach schwierigen Anfangsmonaten bei Borussia Dortmund ein klärendes Gespräch mit dem damaligen Trainer Jürgen Klopp gebraucht. Nach einem verlorenen Champions-League-Auswärtsspiel in Marseille habe er den Coach aufgesucht, erinnerte sich der Angreifer des FC Bayern München in einem Interview von „Goal“ und „Spox“. „Wir sprachen fast zwei Stunden, ich habe ihm gesagt, was ich auf dem Herzen hatte – und er hat mir erklärt, was er von mir erwartet.“

          Lewandowski war 2010 von Lech Posen zum BVB gewechselt und blieb dort bis zu seinem Abschied nach München vier Jahre. Zunächst hatte er unter Klopp keinen Stammplatz, nur 15 von 33 Spielen in der Bundesliga bestritt er von Beginn an. Die Wende kam im September 2011 nach einem 0:3 des BVB in der Champions League bei Olympique Marseille. „Zum damaligen Zeitpunkt wusste ich nicht so richtig, woran ich beim Trainer bin.“

          „Habe das gebraucht“

          Nach der Unterredung mit Klopp habe „alles besser“ funktioniert. „Ich habe dieses Gespräch gebraucht“, erinnerte sich Lewandowski. Im anschließenden Spiel gegen den FC Augsburg erzielte der Angreifer drei Tore. „Ich war sehr jung und habe erstmals in meinem Leben im Ausland gelebt. Ich habe die Sprache noch nicht perfekt gesprochen und dementsprechend auch nicht alles verstanden, was er mir gesagt hat. Das war aber egal, die Klärung der Situation war notwendig.“ Seit 2014 spielt der Torjäger für den FC Bayern, mit dem er im August das Triple holte.

          Nach der Aussprache ein erfolgreiches Duo in Dortmund: Trainer Jürgen Klopp und Robert Lewandowski, hier 2013
          Nach der Aussprache ein erfolgreiches Duo in Dortmund: Trainer Jürgen Klopp und Robert Lewandowski, hier 2013 : Bild: dpa

          Der englische Fußball-Meister FC Liverpool muss derweil langfristig auf den verletzten Abwehrspieler Joe Gomez verzichten. Der 23-Jährige habe sich am Donnerstagmorgen einer Operation am linken Knie unterziehen müssen, teilte der Verein mit. Grund sei eine Sehnenverletzung gewesen, die sich Gomez am Mittwoch beim Training mit der englischen Nationalmannschaft zugezogen hatte. Es sei wahrscheinlich, dass der Spieler für einen großen Teil der Spielzeit 2020/21 ausfalle, hieß es weiter. Noch gibt es aber keinen konkreten Zeitplan für die Rückkehr des Nationalspielers.

          Der Ausfall von Gomez ist für Liverpool ein weiterer Rückschlag. Trainer Klopp muss bereits auf Abwehrchef Virgil van Dijk verzichten, der nach einer Knieoperation auf unbestimmte Zeit ausfällt. Auch Mittelfeldspieler Fabinho, der van Dijk in der Liverpool-Defensive vertreten hatte, muss wegen einer Blessur derzeit pausieren.

          Obendrein ist unklar, wann Trent Alexander-Arnold bei den Reds wieder einsatzbereit ist. Der Rechtsverteidiger musste am Sonntag beim 1:1 in Manchester angeschlagen den Platz verlassen und ist nicht mit zur Nationalmannschaft gereist. Klopp hatte sich zuletzt verärgert über die hohe Belastung und den eng getakteten Spielplan in der Premier League gezeigt.

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