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BVB wieder ohne Sieg : Götze und Reus reichen Dortmund nicht

  • Aktualisiert am

Hängende Köpfe: Dortmund spielt gegen Bremen nur 2:2. Bild: EPA

Lange Gesichter bei der Borussia: Gegen Werder Bremen spielt der BVB nur Remis. Daran kann auch das furiose Dortmunder Duo nichts ändern – und beinahe wäre es sogar noch schlimmer gekommen.

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          Borussia Dortmund hat nach einer schwierigen Woche mit viel schlechter Stimmung abermals wichtige Punkte verloren. Sechs Tage nach dem 2:2 bei Eintracht Frankfurt und der von Kapitän Marco Reus entfachten Mentalitätsdebatte erzielte der Titelkandidat auch gegen das ersatzgeschwächte Werder Bremen wieder nur ein 2:2 (2:1).

          Bundesliga

          „Wir haben es heute nicht zu Ende gebracht“, sagte Reus bei Sky: „Hintenraus hatten wir zu wenige Torchancen, um das Spiel für uns zu entscheiden.“ Bremen habe es richtig gut in der zweiten Hälfte gemacht, der BVB weniger, befand der BVB-Kapitän. Milot Rashica (7. Minute) und Marco Friedl (55.) schossen die ohne sieben verletzte Spieler angetretenen Gäste zum nicht unverdienten Punkt. Für Dortmund waren die Treffer von Mario Götze (9.) bei seinem Startelf-Debüt in dieser Saison und von Reus (41.) am Samstagabend vor heimischer Kulisse zu wenig für einen Sieg.

          Die Einstellung eines Klub-Rekords aus der Ära des früheren Trainers Jürgen Klopp war ein schwacher Trost für das Team vom aktuellen Coach Lucien Favre. Im 28. Heimspiel in Serie gelang den Borussen mindestens ein Tor. Vom überraschenden 1:3 des bisherigen Tabellenführers der Fußball-Bundesliga, RB Leipzig, gegen den FC Schalke 04 profitierte der BVB nicht: Mit elf Punkten fielen die Schwarz-Gelben am sechsten Spieltag sogar auf Rang sieben zurück. „Ich mache mir in dem Fall sorgen, weil wir die Spiele nicht gewinnen“, betonte Reus mit Blick auf die Meisterschaft. „Wir haben schon ein bisschen Rückstand. Wir sind in der Schuld, die Spiele zu gewinnen.“ Bremen ist mit sieben Punkten zumindest bis Sonntag Zehnter.

          Nach der überraschenden Schützenhilfe des Dortmunder Erzrivalen Schalke wollte die Borussia von Beginn an eine Reaktion zeigen. Der BVB war spielbestimmend, druckvoll und engagiert. Trotz einer Vielzahl an Chancen tat sich das Favre-Team dennoch schwer gegen die von Trainer Florian Kohfeld bestens eingestellten Gäste. Werder agierte taktisch variabel, verteidige klug und setzte im richtigen Moment gefährliche Angriffe.

          Schon früh schockten die Bremer den BVB, nachdem Axel Witsel im Mittelfeld einen Zweikampf gegen Bremens Davy Klaassen verloren hatte. Dessen Klasse-Zuspiel auf Rashica nutzte der Kosovare mit einem ebenso tollen Abschluss ins lange Eck zur frühen Führung.

          Ihre Tore waren gegen Bremen nicht genug: Marco Reus (rechts) und Mario Götze (links daneben)

          Die konnte Dortmund noch drehen. Zunächst antwortete Götze prompt. Der 27 Jahre alte Weltmeister von 2014 durfte vor dem Champions-League-Spiel am Mittwoch bei Slavia Prag endlich mal von Beginn an ran und zeigte beim schnellen Ausgleich bei seinem Startelfdebüt in dieser Saison, welchen Wert er immer noch für die Mannschaft haben kann. Allerdings profitierte der mit 1,76 Meter verhältnismäßig kleine Götze bei seinem Kopfball-Tor auch von einem Stellungsfehler seines knapp zehn Zentimeter größeren Gegenspielers Michael Lang.

          Kurz vor der Pause nutzte Reus eine Vorlage von Thorgan Hazard zur verdienten Führung. Nach dem Remis in Frankfurt am vergangenen Sonntag hatte Reus noch mit einem Ausraster vor der Sky-Kamera die Mentalitätsdebatte der vergangenen Tage entfacht. „Ihr mit eurer Mentalitätsscheiße. Jede Woche dieselbe Kacke“, hatte der BVB-Kapitän derbe auf eine entsprechende Frage gepöbelt. Die BVB-Fans feierten ihren Liebling dafür schon vor dem Spielbeginn mit demonstrativen Sprechchören.

          Jubelten über ein verdientes Remis: Leonardo Bittencourt (links) und seine Bremer Teamkollegen

          Das vierte Saisontor des Nationalspielers war aber zu wenig. Ohne den zuletzt starken Weltmeister Mats Hummels, der wegen muskulärer Probleme nicht im Kader stand, sah der BVB nach der Pause gar nicht gut aus: Friedl nickte eine Kopfballverlängerung von Joshua Sargent nach einer Ecke zum Ausgleich ein.

          Fehlende Mentalität konnte keiner der 81.365 Zuschauern den Dortmunder Spielern vorwerfen: Sie stürmten weiter und erspielten sich etliche Möglichkeiten – nutzen konnten sie aber keine mehr. Auch Werder ließ eine große Chance ungenutzt. Kurz vor dem Abpfiff verpasste Klaassen vor dem BVB-Tor nur knapp.

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