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BVB gegen Mainz 05 : Projekt Wiedergutmachung

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Abputzen und weitermachen: Aus Dortmund wird volle Konzentration auf die Zukunft gefordert. Bild: AFP

Nur ein Punkt trennt den BVB vom ersten Platz: Im Duell gegen Mainz 05 wird sich zeigen, ob die Niederlage gegen Bayern München noch nachwirkt – oder ob die Dortmunder ihre Chance nutzen, zumindest bis Sonntag ganz oben zu stehen.

          Eine Woche nach dem 0:5 in München wird sich zeigen, wie Borussia Dortmund das Debakel im Liga-Gipfel weggesteckt hat. Mit einem Heimsieg gegen den FSV Mainz 05 am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky und im FAZ.NET-Liveticker) könnte der BVB am 29. Bundesliga-Spieltag wieder den FC Bayern überholen, der erst am Sonntag (15.30 Uhr/Sky und im FAZ.NET-Liveticker) bei Fortuna Düsseldorf antreten muss.

          Während Dortmund 0:5 verloren hat, gewann Mainz 5:0 – mit dem Kantersieg gegen Freiburg entledigten sich die Rheinhessen praktisch aller Abstiegssorgen, nachdem sie sich im vorigen Jahr erst am vorletzten Spieltag retteten – mit einem 2:1 in Dortmund. Zuletzt gab es auswärts allerdings fünf Niederlagen in Serie. „Wir haben keinen Druck. Aber wir müssen am Samstag eine Reaktion zeigen“, verlangte Dortmunds Trainer Lucien Favre. „Das Bayern-Spiel war schwer zu verdauen. Aber du musst nach vorn schauen.“ Auf die Außenverteidiger Achraf Hakimi und Lukasz Piszcezk muss Favre verzichten. „Wir müssen bereit sein!“, sagt auch Torwart Roman Bürki nur wenige Stunden vor dem Spiel.

          Was den Dortmundern als weiteren Motivationsschub dienen könnte: Bei Titelkonkurrent Bayern München herrscht Unruhe. Immer wieder wird Trainer Niko Kovac in Frage gestellt.

          Kein Selbstläufer für die Bayern gegen Düsseldorf

          Vorstandsboss Karl-Heinz Rumenigge hatte Kovac trotz der Gala gegen den BVB die Rückendeckung verweigert. Es gebe „für niemanden eine Jobgarantie bei Bayern München. Jeder muss liefern, wer mit dem Druck nicht umgehen kann, ist im falschen Klub“, unterstrich Rummenigge.

          Dies wiederum rief Präsident Uli Hoeneß auf den Plan. „Wie soll ich denn mit jemandem zusammenarbeiten, den ich bei jeder Gelegenheit infrage stelle?“, konterte Hoeneß. Und überhaupt: „In so einem Spannungsfeld, wie unser Trainer in den letzten Wochen gelebt hat, kann man auf Dauer nicht vernünftig arbeiten.“

          Kovac ist trotz aller Diskussionen und Probleme Woche für Woche bemüht, den Fokus auf den Sport zu legen. So schwer ihm das oft auch fällt. Auch am Freitag wies er bei einem Punkt Vorsprung auf Dortmund vehement auf die Bedeutung des Spiels in Düsseldorf hin. Im Hinspiel reichte es aus Münchner Sicht nur zu einem 3:3. Zuletzt bewies die Fortuna gegen starke Teams aus der oberen Tabellenhälfte Durchschlagskraft, so auch vergangene Woche mit einem 2:1-Sieg gegen Hertha BSC Berlin oder bei dem 3:1-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach vor zwei Wochen. Sportvorstand Lutz Pfannenstiel sieht Düsseldorf als „krassen Außenseiter“, betont aber, dass sich die Mannschaft in dieser Rolle sehr wohl fühle, die Fortuna sei keinesfalls zu unterschätzen.

          Sollte das Spiel wieder auf ein Unentschieden hinauslaufen und Dortmund gegen Mainz gewinnen, so würde sich das Blatt im Titelkampf abermals wenden. Für den BVB zählt an diesem Spieltag ohnehin nur ein Sieg. Bei einem Unentschieden der Dortmunder würden die Borussen selbst bei einer Münchner Niederlage zunächst nicht die Tabellenspitze übernehmen.

          Auch Kovac warnt vor der hauchdünnen Tabellenführung vor dem Spiel gegen Düsseldorf. „Wir wollen gutmachen, was wir im Hinspiel verbockt haben“, kündigte Kovac an. Mit Blick auf den Bundesliga-Endspurt fügte der FCB-Coach hinzu: „Jetzt werden die Titel verteilt. Da muss man mental stark sein, die Spannung darf nicht abfallen.“

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