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BVB-Trainer Jürgen Klopp : „Ich weiß, wie Abstiegskampf geht“

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Platz 18 und nun das schwere Bundesliga-Spiel gegen Hoffenheim. Dortmunds Trainer Jürgen Klopp ist dennoch zuversichtlich. Zu Fragen nach einem möglichen Rücktrittsszenario bezieht er eindeutig Stellung.

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          Jürgen Klopp wirkte aufgeräumt wie lange nicht. Zwei Tage vor dem wichtigen Bundesliga-Duell mit 1899 Hoffenheim am Freitag (20.30 Uhr / Live bei Sky und im Bundesliga-Ticker bei FAZ.NET) gab sich der Trainer des Bundesliga-Letzten Borussia Dortmund betont zuversichtlich. „Ich weiß, wie Abstiegskampf funktioniert und wie eine Mannschaft denken muss, um das zu schaffen. 98 Prozent meiner Abstiegskämpfe habe ich bestanden“, sagte der Fußball-Lehrer am Mittwoch mit Bezug auf seine aktive Zeit als Profi und als Coach beim FSV Mainz 05.

          Klopp schöpft nach eigenem Bekunden Kraft aus den vielen positiven Reaktionen im Umfeld des Revierklubs. Bei aller Sorge, dass die Talfahrt seiner Mannschaft weitergehen könne, überwiegt bei ihm der Glaube an eine Trendwende: „Wir haben die große Chance, diese Situation zu meistern ohne uns auseinanderdividieren zu lassen und gestärkt daraus hervorzugehen. Wir werden im Nachhinein feststellen, dass der Verein in dieser Phase zusammengerückt ist.“

          Positive Nachrichten aus der Krankenabteilung stärken den Glauben an bessere Zeiten. So kann Klopp auf ein Comeback von Weltmeister Mats Hummels hoffen. Nach auskurierter Bänderdehnung blieb der Innenverteidiger in den vergangenen Tagen weitgehend beschwerdefrei.

          Weitere personelle Optionen sind die genesenen Langzeitverletzten Nuri Sahin und Jakub Blaszczykowski. „Wir wissen noch nicht so recht, ob es für diese Spieler schon reicht“, kommentierte der Trainer, deutete aber personelle Veränderungen an: „Wir haben wieder mehr Möglichkeiten und werden versuchen, sie zu nutzen.“

          Ruhe bewahren und Tee trinken: Klopp glaubt an die Wende zum Besseren
          Ruhe bewahren und Tee trinken: Klopp glaubt an die Wende zum Besseren : Bild: dpa

          Auch der zuletzt angeschlagene Lukasz Piszczek signalisierte Einsatzbereitschaft. Der Außenverteidiger war am vorigen Spieltag beim 0:2 in Frankfurt wegen muskulärer Probleme ausgewechselt worden. Abwehrspieler Sokratis ist nach seinem Wadenbeinbruch mittlerweile wieder in das Lauftraining eingestiegen. Für ihn kommt die Partie gegen Hoffenheim jedoch noch zu früh.

          Zu neuerlichen Fragen nach einem möglichen Rücktrittsszenario bezog Klopp eindeutig Stellung: „Gedanken an Rücktritt gibt es nicht. Es gibt keine Falltür, in der ich verschwinden könnte, wenn es mir hier zu viel wird. Ich bin 100 Prozent bereit.“

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