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BVB-Chef Watzke : „Das deprimiert mich immer mehr“

  • Aktualisiert am

Befürchtet schwere Zeiten: Hans-Joachim Watzke Bild: dpa

Die derzeitige Situation in der Bundesliga gefällt dem Geschäftsführer von Borussia Dortmund überhaupt nicht. In einem Interview spricht Hans-Joachim Watzke auch über die Zukunft – und mögliche personelle Veränderungen beim BVB.

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          Hans-Joachim Watzke setzen die sogenannten „Geisterspiele“ in der Fußball-Bundesliga während der Coronavirus-Pandemie weiter zu. „Mittlerweile deprimiert mich die Atmosphäre von Monat zu Monat mehr“, sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund in einem Interview dem „Kicker“ (Montag). Es fehle so viel von dem, was einen als Fußballfan ja auch ein Stück weit süchtig mache.

          Bundesliga

          „Jetzt sitzt du in dieser sterilen Atmosphäre. Mit Abstand, mit Masken. Grauenvoll“, sagte Watzke: „Als wir zwischendurch gegen Gladbach und Freiburg jeweils um die 10 000 Zuschauer im Stadion hatten, hatte ich vor Freude Tränen in den Augen – und viele andere auch.“

          Es helfe nicht zu lamentieren. Er habe auch nicht das Gefühl, dass das Spiel an sich schlechter geworden sei. „Und die TV-Quoten zeigen mehr und mehr, dass der Fußball den Menschen in dieser schwierigen Zeit zumindest ein wenig Ablenkung und Freude schenken kann.“

          „Rotstift ansetzen“

          Watzke rechnet damit, dass die wirtschaftliche Dimension der Corona-Pandemie erst sukzessive sichtbar werde in den nächsten Monaten und Jahren. Dem BVB helfe es, dass er keinerlei finanzielle Verbindlichkeiten gehabt hatte, als die Pandemie begann.

          Der 61-Jährige wies aber darauf hin, dass es in Europa keinen anderen Verein gegeben habe, „dem im Schnitt 81.365 Zuschauer weggebrochen sind. Die Bemühungen, an die noch größeren Clubs wirtschaftlich näher heranzurücken, die sind erst einmal passé“, räumte Watzke ein.

          Sollten es die Dortmunder nicht schaffen, sich wieder für die Champions League zu qualifizieren, wäre es nicht existenzgefährdend, „aber es zwingt dich dazu, einen Schritt zurück zu machen, vielleicht auch mal zwei“, meinte Watzke. „Denn wenn die Einnahmen aus der Champions League nicht mehr da sind, kannst du dir einen Kader in der Größenordnung und Qualität, wie wir ihn haben, nicht mehr leisten. Dann musst du den Rotstift ansetzen.“

          Immerhin geht es für die Borussia in der Bundesliga sportlich derzeit wieder leicht bergauf. Gegen den VfL Wolfsburg siegte der BVB am Sonntagnachmittag mit 2:0 und schoss sich damit zumindest für den Moment aus der Krise. Die Treffer erzielten Manuel Akanji in der 66. Minute sowie Jadon Sancho in der ersten Minute der Nachspielzeit. Der zuletzt verletzte Top-Stürmer Erling Haaland spielte etwas mehr als 80 Minuten durch. Für ihn kam in der Schlussphase Dortmunds Youngster Steffen Tigges.

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