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Dortmund ärgert Leipzig : „Wir brauchen diesen Tabellenführer nicht“

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„Ich ziehe aber den Hut vor der sportlichen Leistung“: BVB-Boss Watzke zu RB Leipzig. Bild: dpa

Dortmunds Trainer Tuchel traut Leipzig die Meisterschaft zu. BVB-Boss Watzke würde das gar nicht gefallen. Mal wieder stichelt er gegen den Bundesliga-Spitzenreiter.

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          Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat sich abermals kritisch über Bundesliga-Spitzenreiter RB Leipzig geäußert. „Wir brauchen diesen Tabellenführer nicht“, sagte Watzke am Montag auf der BVB-Aktionärsversammlung: „Ich ziehe aber den Hut vor der sportlichen Leistung.“ Watzke gilt als einer der größten Kritiker des Leipziger Modells. Dagegen traut BVB-Trainer Thomas Tuchel den Sachsen sogar die Meisterschaft zu: „Ich würde sagen, dass Leipzig den exakt gleichen Weg wie Leicester City gehen kann.“ Er sehe RB nicht als „Eintagsfliege. Das ist zu vergleichen mit dem, was letztes Jahr in England passiert ist.“

          Watzke hatte schon in der Vorwoche das Leipziger Konzept kritisiert. „Bei Rasenballsport, wie sie ja tatsächlich heißen, haben wir das erste Mal – auch im Gegenteil zu Hoffenheim oder Wolfsburg – den Fall, dass da nichts, aber auch gar nichts historisch gewachsen ist“, sagte Watzke der „Sport Bild“: „Da wird Fußball gespielt, um eine Getränkedose zu performen.“ RB-Kapitän Dominik Kaiser hatte Watzke am Sonntag bei Sport1 gekontert: „Ich spiele nicht bei RB, um eine Dose zu performen und stehe auch nicht als Dose auf dem Feld. Und dann hätte ja Dortmund ja auch gegen elf Dosen verloren.“

          Dortmund sieht derweil bei sich in den kommenden Jahren erhebliche Wachstumspotentiale. Nach einem Rekordumsatz im Geschäftsjahr 2015/16 (30.6.) von 376 Millionen Euro erwartet Geschäftsführer Watzke beim Vize-Meister weiteren Aufschwung. Als Umsatztreiber könnten sich die neuen Fernsehverträge, Neureglungen in der Champions League und das Merchandising in Fernost entwickeln. Von den rund 28 Millionen Euro Gewinn der AG will der BVB 5,5 Millionen Euro ausschütten. Das sind 6 Cent je Aktie. „Wir hätten auch mehr Geld ausschütten können“, sagte Watzke. Aber der restliche Gewinn werde wie schon zuletzt für Investitionen benötigt.

          Allein die TV-Rechte in der Bundesliga sollen ab 2017/18 Einnahmen im mittleren zweistelligen Millionenbereich einbringen. Zudem wurden Rahmenbedingungen für die Uefa-Clubwettbewerbe ab der Saison 2018/19 ausgehandelt, die dem BVB Vorteile bieten können. Die vier Topligen erhalten zukünftig vier feste Startplätze für die Königsklasse. Auch bei der Geldverteilung profitieren die großen Klubs noch mehr als zuvor. Weit über 100 Millionen Euro können dann die Global Player wie der FC Bayern, Real Madrid oder der FC Barcelona zukünftig pro Saison generieren, was einer Verdoppelung der jetzigen Einnahmen gleichkommt. Bei der Neugestaltung habe der BVB an einem Strang mit Bayern München gezogen, sagte Watzke.

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          Der Torschütze hat auch noch Zeit für Liegestütze beim Jubel. :

          Sportlich sieht der Geschäftsführer die Mannschaft nach dem jüngsten Umbruch auf einem guten Weg. „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir den Höhepunkt dieser Mannschaft noch längst nicht erreicht haben.“ Als Grund sieht Watzke nach dem Weggang von Leistungsträgern wie Mats Hummels und Ilkay Gündogan den Neuaufbau mit acht jungen Spielern. Die Mannschaft stehe inzwischen auf Platz drei in der Liga habe sich schon nach vier Spieltagen für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert. „Der Verein war noch nie so gut aufgestellt“, sagte Watzke.

          In der Uefa-Rangliste rangiert Dortmund auf Platz sieben hinter Paris und vor Chelsea. Platz eins belegt Real Madrid vor dem FC Bayern. Nach Mitgliederstärke hat der BVB (144.000) inzwischen Schalke 04 (143.000) überholt und ist die Nummer zwei hinter den Bayern (277.000). International will Watzke von Rang vier auf zwei vorstoßen. Den FC Barcelona und Benfica Lissabon will er überholen.

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