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Bundesliga-Vorbereitung : Neue Sorgen für Dortmund-Trainer Klopp

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Schon wieder zwei neue Verletzte: BVB-Trainer Jürgen Klopp Bild: dpa

Im Trainingslager schöpft Borrusia Dortmund im Abstiegskampf neuen Mut. Die Langzeitverletzen Reus und Sokratis machen Fortschritte. Doch beim letzten Test in Spanien trüben neue Verletzungen die Stimmung bei Trainer Klopp.

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          Die Freude über das Comeback von Marco Reus war schnell verflogen. Mit zunehmender Spielzeit verfinsterte sich die Miene von Jürgen Klopp. Die Verletzungen von Sebastian Kehl und Kevin Großkreutz beim 1:0 (1:0) im Test von Borussia Dortmund gegen Steaua Bukarest riefen beim Trainer Erinnerungen an die bittere Hinrunde mit zahlreichen personellen Rückschlägen wach.

          Der ernüchternde Schlussakt eines bis dahin ermutigenden Trainingslagers in Spanien trübte zumindest für kurze Zeit die Stimmung. Dennoch fiel das Fazit von Klopp vor der Heimreise am Sonntag positiv aus: „Wir haben viele Jungs hier einen großen Schritt weiter gebracht.“

          Kurz vor der Halbzeit in Alicante musste Routinier Kehl mit schmerzverzehrtem Gesicht passen, Mitte der zweiten Halbzeit verließ der humpelnde Weltmeister Großkreutz den Platz. Er erlitt kleinen Anriss des Innenbandes im Sprunggelenk und muss etwa eine Woche pausieren. Kehl hatte sich an der Schulter verletzt. Eine endgültige Diagnose wird erst zu Wochenbeginn erwartet. Ihm droht aber eine längere Pause. Darauf deutet eine erste Einschätzung des Mittelfeldspielers hin: „Wir haben die Schulter wieder eingerenkt. Aber ich befürchte, dass es etwas Schlimmes ist.“

          Zum Leidwesen von Klopp blieb dem BVB das Verletzungspech auch im neuen Jahr treu. In den ersten Tagen der Vorbereitung auf die Rückrunde hatte es bereits Erik Durm und Sven Bender erwischt, die beim schweren Rückrundenauftakt am 31. August in Leverkusen (18.30 Uhr / Live bei Sky und im Bundesliga-Ticker bei FAZ.NET) sicher fehlen werden.

          Neue Hoffnung für Dortmund im Abstiegskampf

          Gleichwohl schöpfte die Borussia in den Tagen an der Costa Calida neuen Mut für den anstehenden Abstiegskampf. „Wir waren am Ende der Hinrunde in eine Art Negativspirale geraten. Da war es wirklich gut, dass die Winterpause kam und wir die Reset-Taste drücken konnten“, sagte Sportmanager Michael Zorc.

          Anders als vor einem halben Jahr stand Klopp ein Großteil des Kaders über mehrere Tage zur Verfügung. Das nutzte der Coach, um seinen zuletzt ausgepowerten Profis zu mehr Fitness und taktischer Finesse zu verhelfen. Der Glaube von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke an eine Trendwende ist deshalb gewachsen: „Das ist eine ganze andere Geschichte als im Sommer. Weil die Zeit da ist, weil die Leute da sind. Die Mannschaft macht eine guten Eindruck und wirkt sehr fokussiert.“

          Im Trainingslager bekam Klopp Besuch von Schauspielerin Uschi Glas Bilderstrecke

          Darüber hinaus trug die Rückkehr der beiden langzeitverletzten Reus und Sokratis zur Stimmungsaufhellung bei. Beide Profis feierten am Samstag im Duell mit den Rumänen ihr Comeback. „Wir sind alle froh, dass er wieder dabei ist. Das sieht im Training sehr, sehr gut aus“, kommentierte Klopp die Fortschritte bei Angreifer Reus.

          In Adrian Ramos und Henrich Mchitarjan stehen weitere Profis auf dem Sprung. Angreifer Ramos soll am Dienstag, Mittelfeldspieler Mchitarjan am Ende der Woche wieder in das Mannschaftstraining einsteigen.

          Kampl soll dem BVB in der Rückrunde helfen

          Darüber hinaus könnte Neuzugang Kevin Kampl die offensive Schlagkraft erhöhen. Der kurz vor Weihnachten für zwölf Millionen Euro aus Salzburg verpflichtete slowenische Nationalspieler hinterließ in La Manga einen starken Eindruck. „Es kommt uns entgegen, dass er uns als Typ, der Pressing und Gegenpressing verinnerlicht hat, sofort helfen kann. Er schleppt keinen Rucksack mit sich herum“, sagte Zorc.

          Trotz der intensiven Einheiten in Spanien stehen den Profis bis zum letzten Test vor der Rückrunde am kommenden Samstag beim Zweitligaverein Fortuna Düsseldorf weitere kräftezehrende Tage bevor. Klopp sieht weiteren Handlungsbedarf: „Wir haben noch viel zu tun.“

          Mats Hummels macht seinen Verbleib in Dortmund derweil nicht von der Qualifikation für die Königsklasse abhängig. „Ich muss nicht unbedingt Champions League spielen, um glücklich zu werden“, sagte der Weltmeister der „Welt am Sonntag“. Nach dem Absturz der Borussia auf Bundesliga-Rang 17 war über einen Wechsel des Innenverteidigers spekuliert werden. Englischen Medien zufolge ist vor allem Manchester United an einer Verpflichtung interessiert. Hummels ist guter Dinge, dass es beim BVB im Sommer keinen großen Substanzverlust geben wird: „Vielleicht verlieren wir tatsächlich Spieler, wenn wir uns nicht für die Champions League qualifizieren. Was ich aber auf jeden Fall sagen kann: Wenn nicht gleich 15 Profis auf einmal gehen, werden wir auch in der kommenden Saison eine Supermannschaft haben.“

          Die Hoffnung auf einen Startplatz in der Champions League hat der Innenverteidiger nach eigenem Bekunden aufgegeben: „Ich gebe zu, dass ich sehr lange damit kalkuliert habe, dass wir es noch schaffen können. Mittlerweile weiß ich aber, dass das aktuell kein realistisches Thema mehr ist. Ich beschäftige mich jetzt nur noch damit, wie wir da unten rauskommen.“

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