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Russisches Roulette im Fußball : Das Stadion als Superspreader?

  • -Aktualisiert am

Dicht gedrängt: Normalerweise geht es in den Fußballstadien wie hier in Gelsenkirchen 2019 äußerst eng zu. Bild: dpa

In der neuen Saison sollen wieder Zuschauer in die Arenen zurückkehren. Aber wie viele? Und wer? Der Fußball muss seine Pläne auf wissenschaftliche Erkenntnisse statt auf Zahlenspiele stützen. Sonst ist es unverantwortlich. Ein Gastbeitrag.

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          Der Pharmakologe Prof. Dr. Fritz Sörgel ist Leiter des Instituts für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung in Nürnberg. Den Sport begleitet er seit vielen Jahren kritisch und konstruktiv als einer der führenden Anti-Doping-Experten. Als Stammgast der Heimspiele des 1. FC Nürnberg, sagt er, würde er sogar von einer Fehleinschätzung profitieren und mit anderen die Liebe zu diesem Spiel wieder im Stadion teilen können.

          Befürworter von mehr Lockerungen des Lockdowns und Warner vor einer „zweiten Welle“, sie schenken sich derzeit nichts. Hotspot Gütersloh, Protestler ohne Masken, wilde „Ischgl“-Partys der jungen Leute in den Straßen der Altstädte, „die zweite Welle kommt“ (Söder). Die einen wollen ihr „altes Leben zurück“, und zwar sofort, die anderen haben Angst vor zu schnellen Lockerungen. Wir erleben derzeit eine Spaltung der Gesellschaft. Und die Deutsche Fußball-Liga (DFL) ist mittendrin.

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