https://www.faz.net/-gtm-a86k0
 

Krise beim Traditionsklub : Zweitliga-Planspiele auf Schalke

  • -Aktualisiert am

Sorgenvoller Blick in die Zukunft: Schalke-Trainer Christian Gross Bild: dpa

Weder Klub-Legende Sead Kolasinac noch Kult-Stürmer Klaas-Jan Huntelaar konnten Schalkes Niedergang aufhalten. Am finalen Tag der Transferperiode passte sich die Haltung der bitteren Realität an. Der Krisenklub bereitet sich auf den Abstieg vor.

          2 Min.

          Es war ein netter Versuch von Christian Gross. Besonders überzeugend waren die Argumente des Trainers von Schalke 04 aber nicht, als er versuchte, den finalen Transfercoup seines Klubs als Fortschritt darzustellen. Der Tabellenletzte der Bundesliga hat den hochveranlagten Innenverteidiger Ozan Kabak zum FC Liverpool ausgeliehen. Wenn alles wunschgemäß läuft, wird der Türke dann im Sommer für eine mittlere zweistellige Millionensumme an die Engländer verkauft. Als Ersatz hat Schalke bis zum Ende der Saison Shkodran Mustafi vom FC Arsenal unter Vertrag genommen, also sagte Gross: „Wir bekommen einen mit viel mehr Erfahrung ausgestatteten Innenverteidiger.“ Dass sein Team Dynamik, Kraft und Torgefahr verliert, sagte Gross nicht, in Wahrheit geht es bei der Schalker Verteidigerrochade nämlich weniger um aktuelle sportliche Fragen als um die Zukunft.

          Am finalen Tag der Transferperiode zeigte sich ein deutliches Symptom einer angepassten Haltung zur Realität. Die ersten Transfers des Jahres, die Heimkehr der Klub-Legende Sead Kolasinac und die Ankunft des Kult-Stürmers Klaas-Jan Huntelaar waren noch geprägt von Zuversicht, von der Hoffnung auf eine spektakuläre Aufholjagd. Nach dem 4:0 gegen die TSG Hoffenheim schien so eine Wende für einen Moment gar nicht so abwegig. Nach nur noch einem Punkt aus den folgenden vier Spielen liegt jedoch wieder ein dunkles Gefühl der Tristesse über dem Klub.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          F.A.Z. PLUS:

            F.A.Z. digital

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Neue Machtverteilung : Merkel zieht die Notbremse

          Plötzlich ging es ganz schnell. Merkel und Scholz präsentieren eine neue Rollenverteilung in der Corona-Politik und manch anderer sieht plötzlich alt aus.