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1:0 in Freiburg : Bremen entgeht dem späten Schreck nur knapp

  • -Aktualisiert am

Geschafft: Bremen nimmt nach einer turbulenten Schlussphase drei Punkte aus Freiburg mit. Bild: AFP

Werder fährt in Freiburg im Abstiegskampf einen enorm wichtigen Sieg ein und kann wieder hoffen. In der Schlussphase überschlagen sich die Ereignisse. Am Ende muss der Videoassistent eingreifen.

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          Christian Streich hatte so eine Ahnung. „Da kommt eine Mannschaft, der es nicht so gut geht“, sagte der Trainer des SC Freiburg vor dem Duell mit dem SV Werder Bremen, „und hinterher geht es ihr besser, weil sie uns geschlagen hat.“ Das hatten dem Vorletzten der Bundesliga der Letzte, SC Paderborn, und der Drittletzte, Fortuna Düsseldorf, mit 2:0-Erfolgen im Breisgau schon vorgemacht. Am Samstag zogen die zuvor erst einmal in der Rückrunde siegreichen Norddeutschen nach – dank eines am Ende glücklichen 1:0-Sieges durch Bittencourts Treffer (19. Minute). Zudem musste Werder in der Schlussphase nach Gelb-Rot gegen Philipp Bargfrede (88.) noch in Unterzahl spielen.

          Bundesliga

          Damit blüht wieder etwas Hoffnung in Bremen, den Abstieg doch noch zu verhindern. Dafür jedoch müssen die Bremer noch eine ganze Ecke besser Fußball spielen als gegen den diesmal ziemlich uninspirierten Tabellensiebten. Wie es sich für glückliche Sieger gehört, kam den Bremern in der 89. Minute auch noch der Videobeweis zu Hilfe, nachdem Petersen bei einem Pfostenschuss im Abseits gestanden hatte und das anschließende Abprallertor von Gulde nicht zählte.

          Vor dem für seine nähere berufliche Zukunft wegweisenden Spiel hatte Florian Kohfeldt keine Zweifel daran gelassen, dass er der richtige Mann sei, um mit Werder das rettende Ufer zu erreichen. Kritiker, darunter die Werder-Ikonen Rune Bratseth und Dieter Burdenski, wies er bei dieser Gelegenheit in die Schranken, als er den „Vorwurf, wir würden es einfach laufen lassen, ohne Feuer“, als „Frechheit“ abqualifizierte. Das rufe in ihm „eine Form von Trotz hervor“, und so versprach er im Brustton der Überzeugung, „ich werde es allen Zweiflern zeigen“.

          Die Spieler ließen ihren 37 Jahre alten Chef nicht im Stich. Werder behauptete bei Halbzeit den 1:0-Vorsprung durch Bittencorts beherzten Flachschuss nach einem Konter über Friedl und Klassen, der dem Deutsch-Brasilianer mit einem raumöffnenden Pass freie Bahn verschafft hatte. Es war der gerechte Lohn für eine mutige Anfangsviertelstunde, nach der sich die Bremer jedoch mehr und mehr zurückzogen. Der SCF aber konnte daraus vor der Pause keinen Nutzen ziehen, da den Angriffen der Badener die letzte Präzision und Entschlossenheit fehlte.

          Das wurde auch nach dem Wechsel nicht erkennbar besser. Nur einmal schien der SCF nah am Ausgleich, als Höflers verdeckter Schuss vom starken Pavlenka im Bremer Tor reaktionsschnell pariert wurde (62.). Ansonsten blockten die Norddeutschen alles ab, was, zumeist allerdings planlos, auf ihr Tor zukam. Das genügte, um das lange nicht mehr erlebte Glücksgefühl am Ende auskosten zu können.

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