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Krisenklub in Bundesliga : Was Schalke jetzt noch Mut macht

Ist sich seines Amtes sicher: Schalke-Trainer David Wagner Bild: dpa

In Frankfurt geben die Königsblauen über weite Strecken eine bemitleidenswerte Figur ab. Die schwarze Serie der Schalker hält damit an. Doch vor allem eines macht Trainer David Wagner derzeit dennoch Hoffnung.

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          Die Ansprüche sind gesunken. Das Gefühl, den Fußballplatz als Gewinner zu verlassen, haben die Profis des FC Schalke 04 schon lange nicht mehr erlebt – ihr letztes Erfolgserlebnis liegt mittlerweile nicht nur gefühlt eine Ewigkeit zurück. Seit dem 17. Januar und dem 2:0 gegen Mönchengladbach musste das Team eine Reihe von Rückschlägen verkraften, und die schwarze Serie setzte sich auch am Mittwoch in Frankfurt fort: Die 1:2-Niederlage gegen die Eintracht war das 14. sieglose Spiel nacheinander.

          Bundesliga

          Bis zur Pause gaben die Gelsenkirchner eine bemitleidenswerte Figur ab. Trainer David Wagner kommentierte die bedenkliche Entwicklung des auch von großen wirtschaftlichen Sorgen geplagten Klubs trotz allem überraschend positiv, was er vor allem mit dem Einsatz nach der Pause begründete, als es der Mannschaft phasenweise glückte, die Hessen unter Druck zu setzen.

          Hätte nicht der Frankfurter Kapitän David Abraham auf der Linie einen Schuss von Michael Gregoritsch mit dem Kopf abgewehrt (75. Minute) wären die Schalker für ihren plötzlich forscheren Auftritt mit dem zweiten Tor belohnt worden. Zuvor hatte für sie Weston McKennie den Anschlusstreffer erzielt (59.), nachdem die Eintracht durch André Silva (29.) und Abraham (50.) vorgelegt hatte.

          Wagner, der sich sicher fühlt, in der Sommerpause nicht in Frage gestellt zu werden, bezeichnete die Auf- und Einstellung seiner Auswahl ungeachtet des Ergebnisses als vorbildlich: „Wie die Jungs sich gewehrt haben, verdient Respekt.“ Der 19 Jahre alte Mittelfeldspieler Can Bozdogan übertrieb es dabei mit seinem körperbetonten Einsatz und flog in seinem zweiten Bundesligaspiel, bei dem er in der Startformation, mit Gelb-Rot vom Platz (77.).

          Zwei Partien – an diesem Samstag zuhause gegen Wolfsburg und zum Abschluss in Freiburg – bleiben den Gelsenkirchnern, die in der enttäuschenden Rückrunde nur dank der erfreulichen Ausbeute bis Weihnachten nicht in Abstiegsgefahr gerieten, um ein versöhnliches Ende zu erreichen. Er erwarte, sagte Wagner, dass die Youngster „weiter alles investieren, Erfahrungen sammeln, sich wehren und unangenehm sind“. Wenn sie ihre Bewährungsprobe bestünden und zudem Punkte herausspringen, „dann sind wir alle umso glücklicher“. In Frankfurt bot Wagner aus der personellen Not heraus eine Elf auf, die im Schnitt nur 22,8 Jahre alt war – zumindest das ist in dieser Saison ein Spitzenwert.

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