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1:1 gegen Hoffenheim : Wolfsburg kann mit Schmidt nur remis

  • -Aktualisiert am

Kein Sieger am Sonntagabend: Wolfsburg und Hoffenheim spielen 1:1. Bild: STRANGM/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Fünftes Spiel, fünftes Remis unter Martin Schmidt: Der VfL kann mit seinem neuen Trainer nicht gewinnen, wendet aber die erste Niederlage spät ab. Danach aber gibt es kritische Fragen.

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          Dem fröhlichen Jubel und der Erleichterung darüber, noch ein 1:1 erreicht zu haben, folgten kritische Fragen. Fünf Spiele mit dem neuen Trainer Martin Schmidt, fünf Remis für den VfL Wolfsburg: Natürlich müssen die Niedersachsen Witze dazu verkraften, ob sie auch etwas anderes als Unentschieden können. „Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, stimmt uns positiv“, sagte VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe. Er gehört zu den Entscheidern, die für den Neuanfang mit Schmidt votiert hatten. Dass der Schweizer noch kein Spiel gewonnen hat, lässt sich nur schwer als Erfolg verkaufen. Felix Uduokhai (90. Minute) hatte mit einem Kopfballtor zumindest die Hoffenheimer Führung ausgeglichen, für die Kerem Demirbay mit einem Foulelfmeter (73.) gesorgt hatte.

          Bundesliga

          Die vage Hoffnung auf eine Besserung war durch eine gute erste Halbzeit der Wolfsburger genährt worden. Doch selbst ein äußerst umstrittener Foulelfmeter, den Schiedsrichter Felix Zwayer auch nach einer Zuhilfenahme des Videoassistenten immer noch geben wollte, ergab keinen Führungstreffer. Oliver Baumann parierte den Strafstoß von Maximilian Arnold (11.) mit dem Fuß. Es steht zu vermuten, dass die lange Pause vor dem Elfmeter wegen der Analyse der TV-Bilder aus Wolfsburger Sicht nicht gerade förderlich war. Die Zeitlupen zeigten, dass der Hoffenheimer Kevin Vogt vom Wolfsburger Divock Origi geschoben worden war und ein Freistoß für die TSG die bessere Entscheidung gewesen wäre. Wie auch immer: Das zähe Gegrübel und Gewarte stand Pate für einen Fehlschuss von Arnold, der erst zwei Minuten nach dem vermeintlichen Foul abgegeben werden durfte.

          Mit zunehmender Wartezeit auf ein ersehntes Erfolgserlebnis bleibt in Wolfsburg die Frage verbunden, welchen Effekt der Mitte September vollzogene Trainerwechsel eigentlich mit sich bringt? Der VfL hat unter der Regie von Schmidt in den Auswärtsspielen bei Bayern München und Bayer Leverkusen nicht verloren. Andererseits ist seit seinem Amtsantritt noch keiner einziger Sieg gelungen. Sein Vorgänger Andries Jonker hatte keine erkennbare Spielstrategie etablieren können. Schmidt erwartet von seiner Mannschaft eine extrem hohe Lauf- und Einsatzbereitschaft. Wie es ihm gelingen will, aus einem diffusen Miteinander ein effektives Teamwork zu machen, ist bisher nur in ersten leichten Ansätzen zu erkennen.

          Zur Ehrenrettung des VfL Wolfsburg muss Erwähnung finden: Mit der TSG Hoffenheim war ein spielstarker Gegner zu Gast. Vor 23 514 Zuschauern war offensichtlich geworden, wie viel individuelle Klasse und spieltaktisches Verständnis in dieser Mannschaft vereint sind. Auf Wolfsburger Seite klammerten sich alle Hoffnungen auf den in der Schlussphase eingewechselten Mario Gomez. Der Nationalspieler sollte das Blatt wenden und stand nach einer auskurierten Bänderverletzung unter besonderer Beobachtung des Gegners. Davon dürfte Uduokhai bei seinem späten Ausgleichstor profitiert haben.

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