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0:0 gegen Stuttgart : Bochum müht sich vergeblich

  • Aktualisiert am

Das Spiel im Ruhrstadion war hitzig und intensiv. Bild: Picture-Alliance

Zwar erspielen sich die Bochumer einige Torchancen, wegen fehlender Präzision führen diese aber nicht zu Toren. Der VfB trifft einmal, aber der Treffer wird aberkannt.

          2 Min.

          Mit kleinen Schritten trippeln der VfL Bochum und der VfB Stuttgart aus ihren sportlichen Krisen in der Fußball-Bundesliga. Eine Woche nach schmerzhaften Niederlagen trennten sich der Aufsteiger und die ambitionierten Schwaben torlos. Sowohl für Bochum als auch Stuttgart war die Partie ohne Gegentor ein kleines Erfolgserlebnis nach dem 0:7 gegen den FC Bayern München beziehungsweise dem 1:3 gegen Bayer Leverkusen vor Wochenfrist. Während der VfL mit vier Zählern weiter Vorletzter ist, rangiert der VfB mit fünf Zählern noch über dem Strich.

          Beide Trainer reagierten erwartungsgemäß personell auf die jüngsten Pleiten. VfL-Cheftrainer Thomas Reis nahm vier Veränderungen vor. Neu in die Viererabwehrkette rückten Herbert Bockhorn und Erhan Masovic, der erstmals in der Bundesliga von Beginn an spielte. Dazu waren Christopher Antwi-Adjei und Eduard Löwen erste Wahl. Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo wechselte von Dreier- auf Viererabwehrkette, in der der zuletzt rotgesperrte Waldemar Anton stand. Hamadi Al Ghaddioui war einzige Spitze, Mateo Klimowicz spielte im Mittelfeld.

          Bundesliga

          „Grundsätzlich müssen wir das 0:0 nehmen“, sagte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat im Streamingdienst DAZN, befand aber, dass aufgrund der besseren zweiten Halbzeit ein Sieg verdient gewesen wäre. „Man kann sich nicht beklagen, wenn wir hier gewinnen.“ Trainer Pellegrino Matarazzo war vor allem mit der Defensive zufrieden: „Das eine Positive, was wir von dem Spiel mitnehmen, ist, dass die Null steht.“

          „Das nervt mich ein bisschen“

          Die Bochumer Sebastian Polter und Manuel Riemann hingegen hielten ihre Mannschaft für das bessere Team. „Mit ein bisschen Glück machen wir das Tor und gewinnen das Spiel“, sagte Stürmer Polter, nahm sich aber auch selbst in die Pflicht für mehr Effizienz. Torhüter Riemann befand, dass es „80 Minuten gar nichts zu kritisieren“ gibt. Allerdings kritisierte er, dass einige Mitspieler in den letzten zehn Minuten zu nachlässig waren. „Da müssen wir einfach geiler sein, diesen Dreier holen zu wollen. Das nervt mich ein bisschen“, schimpfte der Torwart.

          Die Gäste deuteten in der ersten Hälfte ihr großes Potenzial an. Aber abgesehen von einem Kopfball von Konstantinos Mavropanos (4.) fehlten bei einigen vielversprechenden Kombinationen der letzte Pass, zündende Ideen oder ein sicherer Abnehmer im Sturmzentrum. Da machte sich das Fehlen von Silas und Sasa Kalajdzic bemerkbar. Bochum zeigte wie in den bisherigen zwei Heimspielen viel Einsatz und machte Dampf. Löwen schlug eine Flanke nach der anderen in den gegnerischen Strafraum.

          Aber auch hier fehlte Simon Zoller, der am Montag am Kreuzband operiert wird. So blieb es bei der größten Möglichkeit der ersten Halbzeit von Löwen, der freistehend an VfB-Torwart Florian Müller scheiterte. 

          Zur zweiten Halbzeit brachte Matarazzo Neuzugang Chris Führich und Erik Thommy für die mit gelben Karten vorbelasteten Al Ghaddioui und Klimowicz. Führich, erstmals im Kader, sorgte für den ersten Aufreger mit seiner Kopfballvorlage auf Verteidiger Konstantinos Mavropanis, der aus kurzer Distanz zum vermeintlichen 0:1 vollendete. Schiedsrichter Bastian Dingert (Lebecksmühle) schaute sich die Szene nach Hinweis des Videoassistenten Guido Winkmann am Bildschirm an und nahm das Tor zurück. Mavropanos hatte den Ball mit dem linken Oberarm angenommen. „Da haben wir ein bisschen Glück, dass ihm der Ball an die Hand springt“, gab Polter zu.

          Danach wurde es munter mit besten Möglichkeiten auf beiden Seiten. Auf Bochumer Seite konnten diese aber Löwen (58.), Sebastian Polter (59.) oder Antwi-Adjei genauso wenig verwerten, wie Omar Marmoush (60.) für Stuttgart.

          Selbst in der Nachspielzeit hatte Bochum nach abgefangenem Konter eine gute Möglichkeit, aber Polter rutschte weg und die Chance war dahin. Ein Sinnbild für die Partie, in der es einige Chancen gab, aber selten Präzision bei den Torabschlüssen.

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