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5:1 gegen Hannover : Stuttgart befreit sich mit Schützenfest

  • -Aktualisiert am

Stuttgarts Doppeltorschütze Ozan Kabak (links) bejubelt seinen zweiten Treffer mit seinem Mannschaftskollegen Benjamin Pavard. Bild: dpa

Beim Kellerduell in Stuttgart verschafft sich der VfB im Abstiegskampf ein wenig Luft. Hannover präsentiert sich hingegen desolat und muss sich in dieser Form ernsthaft um den Verbleib in der ersten Liga sorgen.

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          Es war ein ungleiches Duell in der Stuttgarter Arena. Ungleich deshalb, weil sich zwei Mannschaften gegenüberstanden, die sich vor der Partie in ähnlichen Ausgangslagen befunden hatten, auf dem Rasen aber gänzlich gegensätzliche Leistungen zeigten. 5:1 siegte der VfB Stuttgart am Sonntag über Hannover 96 nach Toren von Mario Gomez (4. Minute), Ozan Kabak (16., 45.) und Steven Zuber (78., 80.) und darf sich so über drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg freuen. Für die Hannoveraner, für die Jonathas den Ehrentreffer erzielte (68.), wird hingegen die Situation im Tabellenkeller immer bedrohlicher. Mit 14 Punkten sind die Niedersachsen weiter Vorletzter, der VfB hat einen Platz davor nun fünf Punkte Vorsprung.

          Bundesliga

          In dieser für beide Seiten so immens wichtigen Begegnung spielte also eine Mannschaft, die sich mit solchen Leistungen berechtigte Hoffnungen auf den Nichtabstieg machen darf. Und es spielte eine Mannschaft, die sich langsam aber sicher mit dem Gedanken anfreunden muss, in der nächsten Saison in der zweiten Liga anzutreten. Dabei agierten die besseren Stuttgarter von Beginn an forsch und engagiert. Hannover hingegen trat meist konzept- und ideenlos auf. Gleich in der ersten Minute kam VfB-Angreifer Gomez zu einer ersten Großchance, als er sich im Strafraum gut durchsetzte, mit seinem Schuss aber nur das Außennetz traf. Wenige Augenblicke später machte es der 33-Jährige dann besser: Sträflich alleine gelassen brauchte er zentral vor dem Tor nach einer guten Vorlage von Alexander Esswein nur noch mit dem linken Bein einzuschieben. Noch während im Stadion der Jubel über dieses Tor zu hören war, kam der VfB gleich zu seiner nächsten Chance, der fast im Minutentakt weitere folgen sollten. Erst zielte Mittelfeldspieler Santiago Ascacibar, der eines seiner besten Spiele im Trikot mit dem roten Brustring machte, nur knapp über das Tor (6.). Wieder Gomez (9.) und Außenverteidiger Andreas Beck (11.) hatten dann ebenfalls kein Glück.

          Weil die Stuttgarter vor allem ihre zuletzt immer anfällige Defensive stabilisieren konnten, in der besonders der Winterzugang Kabak überzeugte, gelang den Hannoveranern nicht nur in dieser Anfangsphase wenig Brauchbares. Es sollte überhaupt bis zur 51. Minute dauern, ehe 96 zum ersten Mal einen Schuss auf das VfB-Tor abgab. Zuvor hatte aber Kabak bereits seine Offensivqualitäten gezeigt. Nach einem Eckball köpfte der 18 Jahre alte Türke zum 2:0 ein, kurz vor der Halbzeit traf er dann sogar noch zum 3:0. Zu diesem Zeitpunkt war es lediglich Hannovers Torwart Michael Esser zu verdanken, dass der Pausenrückstand nicht noch größer war. Gegen Gomez (22., 42.) und Ascacibar (45.) parierte der Schlussmann gleich mehrmals gut.

          Anders als Esser präsentierte sich jedoch der Rest des Teams, der sich nach jedem Gegentreffer ratlos in die Augen schaute und außer Schulterzucken dem stürmischen VfB nichts entgegenzusetzen wusste. Daran änderte auch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer von Jonathas nichts, der am Ende nur Ergebniskosmetik war. Stuttgarts Zuber machte die zart aufkeimenden Hoffnungen der Hannoveraner nämlich in der Schlussphase mit einem Doppelschlag zunichte, als er erst zum 4:1 und kurz darauf zum 5:1-Endstand traf. Die knapp 56000 Zuschauer in der Arena sahen eine Stuttgarter Machtdemonstration gegen zunehmend auseinanderbrechende Hannoveraner, die weiterhin keinen Weg aus der Krise zu finden scheinen. Der VfB kann durch diesen Sieg immerhin den Anschluss an den FC Augsburg auf dem Nichtabstiegsplatz halten und schöpft nun weitere Motivation, in den verbleibenden Saisonwochen den drohenden Gang in die Zweitklassigkeit noch zu verhindern.

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