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Leipzig mit schwachem Auftritt : Union Berlin wird nicht bestraft

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Union holt sich drei Punkte im Berliner Schneetreiben. Bild: dpa

In der zweiten Halbzeit kommt Union ein ums andere Mal gefährlich vor das Leipziger Tor, trifft aber nur einmal. Doch Rasenballsport hat offensiv zu wenige Ideen, um den Chancenwucher zu bestrafen.

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          RB Leipzig geht moralisch angeschlagen in das Endspiel zum Verbleib in einem europäischen Wettbewerb gegen Manchester City. Im Berliner Schneetreiben kassierten die vom Coronavirus geplagten Sachsen beim 1. FC Union durch das 1:2 (1:1) erstmals in der Bundesliga drei Niederlagen in Serie. Ein Glückstreffer von Christopher Nkunku (13. Minute) reichte Rasenballsport und Trainer Marco Kurth, der als Vertreter von Jesse Marsch agierte, im Stadion an der Alten Försterei nicht.

          Bundesliga

          Die Eisernen sprangen durch das Tor ihres Rekordschützen Taiwo Awoniyi (6.) und den Premierentreffer von Timo Baumgartl (57.) vor 13.506 Zuschauern auf Platz vier und sammelten ihrerseits ganz viel Selbstvertrauen für ihr internationales Endspiel am Donnerstag in der Conference League gegen Slavia Prag. Dann ist für Union ein weiterer Sieg nötig, um weiter im Europapokal dabei zu sein. „Über 90 Minuten haben wir hochverdient gewonnen“, sagte Max Kruse. „Wir haben ein sehr starkes Spiel gemacht und hätten höher gewinnen können. Wir stehen nicht zu Unrecht da oben.“

          Auch Rasenballsport sollte Pep Guardiolas Man City am Dienstag schlagen, um im Fernduell mit dem FC Brügge noch in der Europa League überwintern zu können. Gegen den englischen Meister ist aber nach dem nächsten Rückschlag eine deutliche Leistungssteigerung nötig. In den letzten zehn Minuten waren die Berliner dem möglichen 3:1 deutlich näher als die insgesamt enttäuschenden Leipziger dem Ausgleich. Von einer „katastrophalen“ und „desolaten“ Leistung sprach Geschäftsführer Oliver Mintzlaff bei DAZN und analysierte schonungslos: „Wir haben ein beschissenes Spiel abgeliefert.“

          Unterhaltsamer Anfang

          „Du musst heute ans Limit gehen, um eine Chance zu haben“, hatte Unions Trainer Urs Fischer kurz vor der Partie bei DAZN gesagt und ein offensives und mutiges Auftreten angekündigt. Seine Mannschaft hielt sich an die Vorgaben. Etwas überraschend bestimmten die Berliner die Anfangsphase und belohnten sich früh mit dem Führungstreffer. Nach einer Flanke von Julian Ryerson behauptete sich Baumgartl per Kopf gegen Benjamin Henrichs. Awoniyi vollendete zum 1:0.

          Cheftrainer Marsch hatte nach seiner Corona-Infektion aus dem Homeoffice heraus zwar eher vor den Kontern der Berliner gewarnt, doch diese traten weiter aktiv und aggressiv auf. Max Kruse hatte die Riesenchance zum 2:0, vergab aber freistehend (12.). Weil auch die Leipziger angesichts der jüngsten beiden Niederlagen unbedingt einen weiteren Rückschlag vermeiden wollten, sahen die Zuschauer eine unterhaltsame Anfangsviertelstunde – und einen schweren Patzer von Torwart Andreas Luthe beim Ausgleich.

          Einen Schuss von Nkunku aus rund 25 Metern ließ der zuletzt schon mehrmals unglücklich agierende Schlussmann über die Hände ins Tor rutschen. Sofort wurde der 34-Jährige aber von den Anhängern wieder aufgebaut. Auch in der anschließenden taktischen Lauerphase reichten den Gastgebern relativ einfache Mittel, um nicht in Gefahr zu geraten. Leipzig wirkte wie eine Mannschaft, die noch Orientierung sucht.

          Die Berliner hatten die besseren Ideen. Ein frech gelupfter Pass von Kruse landete bei Awoniyi, der aber an Peter Gulacsi scheiterte (34.). Der Leipziger Torwart stand nach seiner Corona-Infektion erstmals nach zwei Wochen wieder im Tor. Dominik Szoboszlai mit einem Schuss von der Strafraumgrenze (17.) und André Silva per Kopf (41.) hatten Chancen zum 1:2, doch in die zweite Halbzeit ging es mit dem leistungsgerechten Zwischenstand von 1:1. Nach dem Wechsel verstärkte sich der Schneefall in der Hauptstadt, das Geschehen auf dem Rasen glich jedoch dem der ersten Hälfte.

          Union startete wieder schwungvoller und ging abermals in Führung. Ein abgefälschter Schuss von Kruse landete bei Baumgartl, der schnell reagierte und zum 2:1 einschob. Knapp 20 Minuten vor Schluss durfte Kruse seinen Arbeitstag beenden. Von der Bank aus sah der frühere Nationalspieler weitere große Chancen seiner Mitspieler. Der für Kruse eingewechselte Genki Haraguchi (81.) und der gerade erst ins Spiel gekommene Kevin Behrens (83.) vergaben das mögliche 3:1.

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