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Bundesliga in der Corona-Krise : Warum DFL-Chef Seifert unersetzlich ist

Alles im Griff: Christian Seifert hat die 36 Vereine der beiden Fußball-Bundesligen auf eine gemeinsame Linie gebracht. Bild: Reuters

Christian Seifert ist in der Krise das Gesicht des Profifußballs geworden – allerdings auch das einzige. Das birgt Gefahren und Risiken. Dazu stellen sich entscheidende Fragen.

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          Der Fußball rollte schon ein paar Tage nicht mehr in Deutschland, als Christian Seifert in der vergangenen Woche auf einer Pressekonferenz über die ungewisse Zukunft des Profifußballs sprach. Die Krise, so schien es während seines dreiviertelstündigen Auftritts in der Frankfurter Zentrale, hat auch den Geschäftsführer verändert, zumindest seine Rolle. Eine Rolle, die es bisher noch nicht gegeben hat im deutschen Fußball. Eine, die bisher auch nicht nötig war in einer scheinbar ewigen Boombranche. Und eine, von der auch Seifert niemals glaubte, sie ausfüllen zu müssen. Er ist der Fußball-Krisenmanager Nummer eins.

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          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          In den Medien wird der DFL-Geschäftsführer nun wahlweise als der Mann beschrieben, der die Bundesliga retten muss. Oder, noch eine Nummer größer, der Mann, der den Fußball retten muss. Dabei galt Seifert vielen Anhängern des traditionellen Fußballs bis zuletzt noch als der Mann, vor dem man den Fußball retten muss.

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