https://www.faz.net/-gtm-9xs7r

Bundesliga in der Corona-Krise : Warum DFL-Chef Seifert unersetzlich ist

Alles im Griff: Christian Seifert hat die 36 Vereine der beiden Fußball-Bundesligen auf eine gemeinsame Linie gebracht. Bild: Reuters

Christian Seifert ist in der Krise das Gesicht des Profifußballs geworden – allerdings auch das einzige. Das birgt Gefahren und Risiken. Dazu stellen sich entscheidende Fragen.

          4 Min.

          Der Fußball rollte schon ein paar Tage nicht mehr in Deutschland, als Christian Seifert in der vergangenen Woche auf einer Pressekonferenz über die ungewisse Zukunft des Profifußballs sprach. Die Krise, so schien es während seines dreiviertelstündigen Auftritts in der Frankfurter Zentrale, hat auch den Geschäftsführer verändert, zumindest seine Rolle. Eine Rolle, die es bisher noch nicht gegeben hat im deutschen Fußball. Eine, die bisher auch nicht nötig war in einer scheinbar ewigen Boombranche. Und eine, von der auch Seifert niemals glaubte, sie ausfüllen zu müssen. Er ist der Fußball-Krisenmanager Nummer eins.

          F.A.Z. Newsletter Coronavirus

          Täglich um 12.30 Uhr

          ANMELDEN
          Michael Horeni
          Fußballkorrespondent Europa in Berlin.

          In den Medien wird der DFL-Geschäftsführer nun wahlweise als der Mann beschrieben, der die Bundesliga retten muss. Oder, noch eine Nummer größer, der Mann, der den Fußball retten muss. Dabei galt Seifert vielen Anhängern des traditionellen Fußballs bis zuletzt noch als der Mann, vor dem man den Fußball retten muss.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Neuer Mercedes SL : Renner, Roadster, Rentner

          Mit der achten Generation des SL kehrt Mercedes zum Stoffdach zurück und ersetzt den Doppelnamen Mercedes-Benz durch Mercedes-AMG. Die Tochter in Affalterbach baut auch den Wagen. Ein Plug-in-Hybrid ist in Vorbereitung.
          Hauptsache dagegen: Mehr als Zweitausend Impfgegner, Coronaleugner und Querdenker demonstrieren in der Innenstadt von Frankfurt am Main gegen die Corona-Maßnahmen.

          Corona-Proteste : Wo bleibt der Widerspruch?

          Seit Wochen bestimmen die Aufmärsche der „Querdenker“ die Bilder und Nachrichten. Dabei kann die große Mehrheit mit der Radikalopposition der Bewegung nichts anfangen. Warum sind die Besonnenen und Vernünftigen im Moment so still?