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Bundesliga und Corona-Krise : Ausnahme für Training im Profi-Sport in NRW

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Marco Reus und die Kollegen von Borussia Dortmund dürfen unter genauen Regeln wieder trainieren. Bild: Picture-Alliance

Sport in Gruppen ist wegen der Corona-Krise derzeit in Deutschland nicht erlaubt. In Nordrhein-Westfalen gibt es aber eine Ausnahme für Profi-Sportler. Borussia Dortmund hat die Regel schon umgesetzt.

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          DFL-Präsidiumsmitglied Alexander Wehrle hat eine Ausnahmeregelung für die Profi-Sportler in Nordrhein-Westfalen bestätigt. Die NRW-Landesregierung genehmigte unter den allgemeingültigen Hygienevorschriften, dass Berufssportler in der Corona-Krise trainieren dürfen. Dazu gehören unter anderem auch die Vereine der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga, die nach und nach an ihren Übungsstätten unter strengen Auflagen ins Training zurückkehren.

          „Natürlich werden auch wir die entsprechenden Hygienevorschriften und notwendigen Schutzmaßnahmen beachten. Wir planen, ab kommenden Montag, wahrscheinlich zunächst in Kleingruppen, wieder zu trainieren“, sagte der Geschäftsführer des 1. FC Köln am Mittwoch in einem Video-Pressegespräch.

          Der Lockerung durch das Gesundheitsministerium liegt die Ansicht zugrunde, „dass Profisportler nicht an der Ausübung ihres Berufes gehindert werden dürfen“. Um das zu ermöglichen, werden Sportplätze oder Trainingshallen der Profi-Teams als „Betriebsgelände“ betrachtet. Die Ausnahmeregelung gilt nicht für Hobbysportler, aber beispielsweise auch für Leistungssportler, die an den Olympia-Stützpunkten oder in Leistungszentren trainieren.

          Bereits am Montag hatte Borussia Dortmund in Zweiergruppen das Training auf ihrem Gelände im Stadtteil Brackel nach wochenlanger Zwangspause wieder aufgenommen, dabei mussten aber die vorgeschriebenen Abstände zueinander gewahrt werden. Weitere Klubs wollen mit diesem kleinen ersten Schritt zurück in die Normalität folgen. Am Dienstag hatten die 36 deutschen Profivereine auf der Außerordentlichen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga beschlossen, den Spielbetrieb bis zum 30. April auszusetzen. Im Mai soll er mit Spielen ohne Zuschauer fortgesetzt werden.

          Die Regelung in NRW bestätigte auch Ordnungsdezernent Norbert Dahmen am Dienstag dem WDR. „Wenn Marco Reus, Axel Witsel oder Roman Bürki durch Dortmund joggen, erregt das zu große Aufmerksamkeit“, argumentiert CDU-Politiker Dahmen, der sich bei der Landesregierung in Düsseldorf für eine Lockerung der Regelungen für Berufssportler eingesetzt hatte.

          „Das Gesundheitsministerium hat in einem Schreiben klargestellt, dass Profisportler einen Beruf haben und dass sie in ihrer Berufsausübung nicht beschränkt werden dürfen“, erklärte Dahmen. Die Profis müssten allerdings Abstände einhalten und dürften nur in Zweiergruppen trainieren. Die Regelung gelte nicht nur für Profi-Fußballer in NRW, sondern auch für Leistungssportler in den Olympia-Stützpunkten des Landes.

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