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Bundesliga-Transfermarkt : Kaufen allein macht auch nicht glücklich

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Neuer Mann beim HSV? Patrick Kluivert Bild: picture-alliance / dpa

Das Transferkarussell dreht sich langsam in der Fußball-Bundesliga. So heißen die wichtigsten Verstärkungen bei Schalke 04 „Fitness“ und „Teamgeist“. Dagegen ruft Borussia Dortmund das Ende der Demut aus. Und im Hamburger Trainingslager soll bereits ein Bett für Patrick Kluivert freigehalten sein.

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          Nach der WM ist vor der Bundesliga. Wie sieht's aus bei den großen Vereinen?

          Hamburger SV: Pokern um Baros

          Milan Baros hat Hamburg schon besucht, Anfang der Woche war das. Eine kleine Tour entlang der Sehenswürdigkeiten unternahm der Hamburger SV mit ihm, um dem 24 Jahre alten Stürmer die schönen Seiten der Hansestadt zu zeigen. Bei seinem Arbeitgeber, dem englischen Premier-League-Club Aston Villa, stehen derzeit allerdings interne Turbulenzen im Vordergrund. Vor allem Clubchef Doug Ellis ist im Mannschaftskreis stark unter Druck geraten. Auch die Zukunft von Trainer David O'Leary gilt als offen. Die Engländer sollten sich nach dem Wunsch der HSV- Verantwortlichen bis Mitte dieser Woche entscheiden, ob sie das Angebot aus Hamburg annehmen. Während der HSV nur einen einstelligen Millionenbetrag ausgeben will, soll Aston Villa bis zu 14 Millionen Euro für den wechselwilligen Angreifer fordern.

          Soll nach Hamburg wollen oder auch nicht: Milan Baros
          Soll nach Hamburg wollen oder auch nicht: Milan Baros : Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

          Gespräche mit Patrick Kluivert über einen Wechsel in die Hansestadt hat der HSV derweil bestätigt. „Kluivert ist einer von mehreren Namen, die wir prüfen“, sagte HSV- Pressesprecher Jörn Wolf. Bereits am Wochenende habe es ein Treffen des 30 Jahre alten Angreifers mit Sportchef Dietmar Beiersdorfer und Trainer Thomas Doll in Hamburg gegeben. Bei dem gegenseitigen Austausch sei aber noch nicht über mögliche Vertragsmodalitäten verhandelt worden. Der frühere niederländische Nationalspieler könnte ablösefrei vom FC Valencia zum HSV wechseln. Im Hamburger Trainingslager im österreichischen Going soll bereits ein Bett für den ehemaligen Angreifer des FC Barcelona freigehalten sein.

          VfB Stuttgart: Mehr Feuer aus Mexiko

          Geographie-Unterricht in der deutschen Botschaft in Mexiko City. Auf der Schulbank Ricardo Osorio und Pavel Pardo, ihres Zeichens Fußball-Nationalspieler Mexikos. Die beiden sollen beim VfB Stuttgart für mehr Feuer im Spiel sorgen und schauten sich auf Landkarten erst einmal ihre neue Heimat an.

          In Stuttgart traute man den „Schülern“ aus Mittelamerika noch nicht so ganz, vom Hotel ließ der schwäbische Klub seine beiden Defensivspieler, beide Stammkräfte in Mexikos WM-Kader, vorsorglich mit dem Taxi zum ersten Training aufs Klubgelände in Bad Cannstatt fahren. Dort, so heißt es, scherzten die beiden bereits und bekommen Sprachunterricht. Alexander Farnerud, Schwede, von Racing Straßburg gekommen, droht dagegen eine zehntägige Pause wegen einer Fußoperation. Die Gelegenheit zu lernen. Wir empfehlen: deutsche Vokabeln und Heimatkunde.

          Bayern München: Problemzone Mittelfeld

          Alles wunderbar bei den Bayern? Mit Lukas Podolski, Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm spielen gleich drei der jungen deutschen WM-Helden beim Rekordmeister. Mit Willy Sagnol steht gar ein Final-Teilnehmer im Kader. Und mit Oliver Kahn eine bewährte Größe im Tor. Doch das Mittelfeld könnte sich als Problemzone erweisen; dort klafft nach dem Weggang von Michael Ballack eine gewaltige Lücke. So gewaltig, daß die Bayern nach einem großen Namen gieren.

          Der Franzose Franck Ribery wäre in der Tat einer, der das Kommando übernehmen könnte. Doch daß es die wirklich Großen der Branche nicht nach Deutschland zieht, haben die Münchner schon erfahren müssen. Der umworbene Stürmer Ruud van Nistelrooy wechselt wohl zu Real Madrid. Eher unwahrscheinlich, daß sich die Münchner noch einen prominenten Mittelfeld-Mann angeln und die Lücke schließen werden. Die Konkurrenz wird's freuen.

          Werder Bremen: Die Kampfansage

          Der Spieler will weg, und die Vereine sind mehr oder weniger handelseinig - im Grunde zweifelt niemand mehr daran, daß Per Mertesacker von Hannover 96 in dieser Saison für Werder Bremen verteidigt. Der Nationalspieler möchte die nächste Sprosse auf der Karriereleiter erklimmen, und da in Hannover nun auch noch der wirtschaftlich denkende Martin Kind das Sagen hat, gilt der Verkauf Mertesackers als sicher.

          Der Verteidiger könnte in Bremen einen Vierjahresvertrag erhalten und soll mit einem Grundgehalt von 1,5 Millionen Euro starten. Als Ablösesumme stehen vier Millionen Euro im Raum. Mit Mertesacker in der Abwehr und weiterhin Klose im Sturm: Werder macht Ernst und sagt dem FC Bayern den Kampf um die Meisterschaft an. Aber Micouds Weggang wiegt schwer.

          FC Schalke 04: Zeitenwende

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