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Gibt Bundeskanzlerin den Anpfiff für die Rückkehr der Bundesliga? Bild: dpa

Fußball trotz Corona-Krise? : Alle Augen auf Merkel und die Bundesliga

Am Mittwoch wird entschieden, ob die Bundesliga in der Corona-Krise wieder spielen darf. Trotz des Eklats bei Hertha BSC spricht viel dafür. Nicht nur die Fußballwelt wartet gespannt auf die Entscheidung in Deutschland.

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          Schaut auf dieses Land: „All eyes on Germany“, beschrieb BBC Online schon vor einer Woche die Blickrichtung aus England. Alle Augen auf Deutschland, selbst von der anderen Atlantikseite gilt das an diesem Mittwoch, wenn bei der Konferenz der Bundeskanzlerin mit den 16 Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise auch eine Entscheidung über einen Neustart der Fußball-Bundesliga erwartet wird.

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          Christian Eichler
          Sportkorrespondent in München.

          Die „New York Times“ erklärte am Dienstag die deutsche Bundesliga zum „Leithammel“ beim Neustart von Sportveranstaltungen in der Corona-Pandemie. Eine politische Entscheidung gegen die Bundesligapläne, so die bedeutendste amerikanische Zeitung, würde „in der ganzen Fußballwelt und darüber hinaus Zweifel säen“, ob ein Neustart des professionellen Sports irgendwo anders derzeit überhaupt möglich wäre.

          Kurzfristig hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) die 36 Erst- und Zweitligaklubs für Donnerstag zu einer Mitgliederversammlung eingeladen, auf der der politische Beschluss diskutiert und, im positiven Fall, der Termin des Neubeginns festgelegt werden dürfte. Die Stimmung ist vorsichtig hoffnungsvoll. Die Nachrichtenagentur Reuters meldete am Dienstag unter Berufung auf interne Quellen, Bund und Länder hätten sich bereits darauf geeinigt, dass die Bundesliga vom 15. Mai an nach mehr als zweimonatiger Pause ihre Saison mit Spielen ohne Stadionzuschauer fortsetzen könne. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet sprach von „parteiübergreifender Zustimmung“ für das DFL-Konzept. Allerdings fehlt noch das Votum der Kanzlerin.

          Ein möglicher Termin ist in der der dpa in Berlin vorliegenden Beschlussvorlage des Bundes nicht genannt. Dort heißt es in einer am Mittwochmorgen aktualisierten Version: „Dem Beginn des Spielbetriebs muss, wie in dem geprüften Konzept vorgesehen, eine Quarantänemaßnahme, gegebenenfalls in Form eines Trainingslagers, vorweggehen.“ In einer ersten Fassung lautete die Formulierung: „Dem Beginn des Spielbetriebs muss eine zweiwöchige Quarantänemaßnahme, gegebenenfalls in Form eines Trainingslagers, vorweggehen.“ Bislang galten als möglicher Re-Start der 15. oder der 22. Mai.

          Zehn positive Ergebnisse bei den 1724 Tests der Spieler und Betreuer der 36 Klubs – nach den drei schon bekannten Fällen beim 1. FC Köln jeweils einer bei den Zweitligaklubs FC Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden – haben kurz vor der politischen Entscheidung jedoch erste Unruhe hervorgerufen. Noch mehr tat das der vom Berliner Profi Salomon Kalou gefilmte Kabinenbesuch bei Hertha BSC, bei dem mehrfach die Regeln des Hygienekonzepts der DFL missachtet wurden. Kalou schüttelte mehreren Kollegen die Hand und betrat verbotenerweise den Corona-Testraum während eines Rachenabstrichs beim Kollegen Jordan Torunarigha. Neben der eigenen Dämlichkeit dokumentierte er dabei auch, dass der Physiotherapeut, der den Test vornahm, währenddessen nicht die vorgeschriebene Schutzkleidung trug.

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