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Kritik nach Kalou-Video : Sportminister „geschockt und erschüttert“

  • Aktualisiert am

Bereut den Livestream: Hertha-Spieler Salomon Kalou Bild: Picture-Alliance

Die Sportminister der Bundesländer äußern sich besorgt: Nach dem Video aus der Kabine von Hertha BSC gebe es Zweifel am verantwortungsvollen Umgang der Bundesligaklubs mit der Corona-Krise.

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          Das verräterische Kabinen-Video von Salomon Kalou hat in der Politik Zweifel über die Richtigkeit eines Re-Starts in der Bundesliga gesät. „Das Video hat der DFL und dem Profifußball an sich einen Bärendienst erwiesen. Ich habe auch von Kollegen und Kolleginnen gehört, dass sie geschockt und erschüttert seien“, sagte Anja Stahmann, Vorsitzende der Sportministerkonferenz (SMK), im Inforadio des rbb.

          Die SMK hatte das Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) zwar durchgewunken, aber „uns haben große Zweifel beschlichen, als wir uns das Video angeschaut haben“, gab die Bremer Sportsenatorin zu: „Ich hatte den Eindruck, dass man auf dem Papier gute Regeln aufschreibt, aber dass sie in der Tat nicht gelebt werden.“ Das Vertrauen in den Profifußball werde in diesen Tagen „erschüttert“, so Stahmann, „manche denken, die Bundesliga hat die Bodenhaftung verloren in Zeiten einer Pandemie.“

          Auch Berichte, wonach die DFL die Vereine auf den Verzicht eigener Meldungen zu positiven Corona-Fällen aufgefordert haben soll, lassen Stahmann an der richtigen Umsetzung des Konzepts zweifeln: „Wir brauchen ein transparentes und verlässliches Arbeiten, sonst kommt es zu großen Problemen miteinander.“

          Kalou von Hertha BSC hatte in einem selbst gedrehten Video per Handy unter anderem festgehalten, wie er Mitspieler und Klub-Mitarbeiter per Handschlag begrüßt und die Abstandsregeln nicht eingehalten werden. Der Stürmer war daraufhin vom Klub suspendiert worden. Später entschuldigte Kalou sich für sein Verhalten.

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