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Murren in Corona-Krise : Die Spieler in der Bundesliga fragt keiner

Wir sind auch noch da: Manuel Neuer und die Bundesliga-Profis wurden in der Corona-Krise kaum gefragt. Bild: EPA

In den Stadien der Bundesliga rollt trotz der Corona-Krise wieder der Ball. Und schon brechen im Fußball die Verteilungskämpfe aus. Dazu macht sich in Deutschland unter den Profis ein vernehmbares Murren breit.

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          Da sind sie wieder, die Zweikämpfe. In den Stadien der Bundesliga rollt der Ball. Der Neustart – ein globales Ereignis. Aber wer wissen will, wie es im europäischen Fußball demnächst weitergeht, wer durch und nach Corona aufsteigt, wer absteigt, sollte eher auf die Duelle abseits des Platzes achten. Fritz Keller, Winzer, Gastronom, seit September 2019 Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, schimpfte über „herumprotzende Neureiche“, deren „Großkotzigkeit uns allen auf die Füße fällt“.

          Bundesliga

          Keller sprach von den Spielern. Das kam an. Aber nicht so, wie Keller es beabsichtigt hatte. Prompt kritisierte Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, die „populistische Wortwahl“ des DFB-Präsidenten. Der DFB möge vor der eigenen Tür kehren. Es folgte eine Aussprache am vergangenen Dienstag, aber der Konflikt zwischen dem mächtigsten Klub der Liga und der Führung des größten Einzelsportverbands der Welt ist ein deutliches Zeichen, dass es bei den Verteilungskämpfen um Macht und Geld im Milliardengeschäft mit dem Fußball unter dem Eindruck des Virus zur Sache gehen wird.

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