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0:0 gegen Mainz 05 : Schalke verliert die Hoffnung

  • -Aktualisiert am

Die derzeitige Lage steht den Schalkern ins Gesicht geschrieben. Bild: EPA

Das Duell zwischen dem Letzten und dem Vorletzten der Tabelle hat für Fußballgourmets nur wenig zu bieten. Schalke gewinnt gegen Mainz auch unter dem neuen Trainer Dimitrios Grammozis nicht.

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          Der FC Schalke 04 sei „nicht der Tiki-taka-Klub“, hatte Dimitrios Grammozis bei seiner Vorstellung als neuer Trainer des Bundesligaletzten gesagt. In Gelsenkirchen stehe harte Arbeit im Vordergrund. Am Freitagabend trafen die Schalker im FSV Mainz 05 auf einen Gegner, der bereit war, sich auf diese Spielweise einzulassen, sie aber weitaus besser beherrschte. Dass das Duell der beiden Erstligaklubs mit dem größten Trainerverschleiß in dieser Saison 0:0 endete, war für die Schalker ein unverdientes Glück.

          Bundesliga

          Dass Grammozis innerhalb von drei Tagen nicht allzu viel würde umkrempeln können, war absehbar. Zumindest aber setzte er Zeichen und ließ unter anderem die Defensivroutiniers Benjamin Stambouli und Omar Mascarell auf der Bank. Dafür stürmte Benito Raman neben Matthew Hoppe, der 18 Jahre alte Kerim Calhanoglu gab auf der linken Außenbahn sein Bundesligadebüt.

          In einem Spiel, das für Fußballgourmets nur wenig zu bieten hatte und sich lange vor allem im Mittelfeld zutrug, hätten die Schalker nach einer Viertelstunde in Führung gehen müssen – nach einer Ecke scheiterte Shkrodan Mustafi aus kurzer Distanz per Kopf am glänzend reagierenden Robin Zentner.

          Szalai kommt einem Tor nahe

          Es blieb der einzige Schalker Torschuss vor der Pause. Das war zu diesem Zeitpunkt zwar einer mehr als auf der anderen Seite, doch die Mainzer schafften es mit zunehmender Spieldauer immer besser, ihre zahlreichen Ballgewinne in Angriffe mit Abschlüssen umzusetzen.

          Ádám Szalai kam in diesen Szenen einem Treffer am nächsten. Erst verfehlte er das Tor nach Hereingabe von Danny da Costa um einen halben Meter, dann mit einem 14-Meter-Schuss aus der Drehung ähnlich knapp, und eine Minute vor Ende des Durchgangs verpassten er und Leandro Barreiro eine Flanke von Moussa Niakhaté.

          Mittlerweile war es eine Partie, in der ein Unentschieden die 05er nicht würde zufriedenstellen können. Zu sehr hatten sie den FC Schalke in dessen Hälfte gedrängt, im Kampf um die zweiten und dritten Bälle ein ums andere Mal düpiert und selbst die wenigen Konterversuche abgeklemmt. Und daran knüpften sie nach der Pause an. Einen rund dreiminütigen Pressingversuch der Schalker überstanden sie schad- und mühelos, danach setzten sie sich in deren Hälfte fest, zogen um die 60. Minute herum ein Powerplay auf.

          Das Torschussverhältnis steigerten sie auf 20:2. Auf das Resultat wirkte sich all das aber nicht aus. Weil die 05er nicht genau genug zielten, weil ein Schalker Fuß dazwischenkam, weil sie einander auch mal anschossen. Wahrscheinlich hätte es eines einzigen Treffers zur rechten Zeit bedurft, und der hilflos wirkende S04 wäre wie schon so oft in den vergangenen Monaten eingebrochen. „Ich weiß, worauf ich mich einlasse“, hatte Grammozis bei seiner Amtsübernahme gesagt. Es läuft auf zweite Liga hinaus.

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