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4:1 gegen Union Berlin : Freiburg feiert Platz zwei bis Januar

  • -Aktualisiert am

Ein strahlendes Lächeln für eine Leistung, die alles andere in den Schatten stellte. Vincenzo Grifo trifft in zwanzig Minuten drei Mal. Bild: dpa

Vincenzo Grifo sorgt beim 4:1 gegen Union Berlin nebenbei für eine persönliche Bestmarke: Hattrick zur 3:0-Führung in nur zwanzig Minuten. Nun sind die Freiburger erster Bayern-Verfolger.

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          Wochenlang mischten sie wie in einem virtuellen Bündnis die Bundesliga auf. Doch als sie sich am Sonntagabend mal direkt begegneten, hängten die Profis des SC Freiburg ihre Kollegen vom 1. FC Union Berlin derart deutlich ab, als gäbe es zwischen den Südbadenern und dem Hauptstadtklub einen Klassenunterschied.

          Bundesliga

          In einem Spiel, das schon nach zwanzig Minuten beim Stand von 3:0 für den Sport-Club so gut wie entschieden war. Die Unioner waren nach dem 0:4 durch den Lupfer von Gregoritsch (45.+1) nur noch um Schadensbegrenzung bemüht und kamen am Ende mit einer 1:4-Niederlage davon.

          Die beiden Teams, die als Außenseiter in die Saison gestartet waren und inzwischen zu den Top 5 der Bundesliga gehören, trennte beim Showdown untereinander das Thema körperliche und mentale Frische. Sie war bei Union nach der Dauerbelastung der vergangenen englischen Wochen in Meisterschaft, Europa League und DFB-Pokal aufgebraucht.

          Die Freiburger dagegen konnten nach derselben Frequenz an Spielen dank einer augenscheinlich exzellenten Trainingssteuerung noch einmal aus vollen Energiespeichern schöpfen. Mit zwei Siegen in der letzten Bundesligawoche dieses Jahres und einer Niederlage (1:3) im Spitzenspiel beim Tabellendritten RB Leipzig schafften die Breisgauer den Satz auf Platz zwei, vier Punkte hinter dem FC Bayern München.

          Union verschießt Elfmeter

          Knalleffekte säumten den Freiburger Weg am Sonntagabend. Vor allem Vincenzo Grifo, vielleicht der beste Kunstschütze der Liga, setzte neue Maßstäbe mit seinem Hattrick zum 3:0 binnen sechzehn Minuten. Ein Freiburger Rekord, den ein Handelfmeter hoch oben ins rechte Eck (4.), ein Foulelfmeter hoch oben ins linke Eck (20.) sowie ein blitzartig herbeikombiniertes Kontertor (6.) säumten.

          Union dagegen konnte seine Foulelfmeterchance nicht nutzen, weil Knoche den Ball gegen den Pfosten setzte (10.). Die Berliner mussten dazu vor Grifos drittem Streich den Platzverweis für ihren Innenverteidiger Diogo Leite verarbeiten, dem nach einem Foul am Freiburger Japaner Doan die Rote Karte vor Augen gehalten wurde (19.).

          Es gab viel zu tun für Schiedsrichter Deniz Aytekin, der in der 84. Minute nach Keitels Foul zum vierten Mal auf den Punkt zeigte und dem Berliner Sven Michel die Chance gab, das Ergebnis auf den Endstand von 1:4 ein wenig zu verbessern.

          Fünf Treffer, vier Elfmeter und ein Platzverweis – dem Spiel fehlte es nicht an dramaturgischen Highlights, wohl aber an einem Spannungsbogen, der schon früh dahin war. Der Freiburger Trainer Christian Streich übernahm inmitten der Freiburger Party den Part des Mahners und sagte im Karl-Lauterbach-Stil voraus, dass „wieder andere Phasen kommen, wo wir zwei, drei, vier Spiele verlieren. Das ist sehr wahrscheinlich.“

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