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Bundesliga : Salihamidzic wechselt zu Juventus Turin

  • Aktualisiert am

Salihamidzic wechselte einst vom HSV an die Isar Bild: dpa

Bayern-Profi Hasan Salihamidzic wechselt im Sommer zum italienischen Traditionsverein Juventus Turin. Nach neun Jahren in München wolle der Dreißigjährige im Ausland noch mal etwas Neues kennenlernen. In Turin trifft der Bosnier auf einen alten Bekannten.

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          „Dauerbrenner“ Hasan Salihamidzic kehrt nach mehr als einem Jahrzehnt der Fußball-Bundesliga den Rücken und wechselt zu Juventus Turin. Der 30-Jährige werde den FC Bayern München zum Saisonende ablösefrei verlassen und beim italienischen Klub einen Vierjahresvertrag unterschreiben, bestätigte der deutsche Rekordmeister am Dienstag auf.

          „Das ganze Paket stimmt: Ich kann mit 30 noch einmal ins Ausland und etwas völlig anderes kennen
          lernen“, sagte der Bosnier dem „kicker“. Der Mittelfeldakteur kam beim Hamburger SV und dem FC Bayern auf fast 300 Bundesliga-Einsätze.

          „Brazzo ist einer, der immer alles gibt“

          „Ein weiterer Coup von Juve“, schrieb die „Gazzetta dello Sport“ und bezeichnete die Verpflichtung als „gutes Geschäft“. Nach Angaben der Zeitung soll Salihamidzic knapp zwei Millionen Euro im Jahr verdienen. Bei Juve, das nach dem Manipulationsskandal zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilt wurde, aber gute Chancen auf die direkte Rückkehr in die Serie A hat, trifft der Bosnier auf seinen früheren Bayern-Mitspieler Robert Kovac.

          Salihamidzic verteidigt das Spielgerät gegen den Mainzer Azouagh

          Die großen Schlagzeilen gehören meist seinen Kollegen, doch auch ohne große Worte sicherte sich der Bosnier in den vergangenen Jahren immer wieder die Anerkennung von Kollegen, Trainern und Fans. „Brazzo ist einer, der immer alles gibt und auf den man sich hundertprozentig verlassen kann“, lobt Münchens Trainer Felix Magath seinen Profi.

          „Mit solchen Leuten gewinnt man was“

          „Man muss dem Brazzo nur mal ins Gesicht schauen“, sagte Bayern-Kapitän Oliver Kahn einmal über den Dauerläufer. „Wie er vor dem Spiel sich selbst und die Mannschaft in der Kabine heiß macht - solche Leute braucht man in schwierigen Phasen. Mit solchen Leuten gewinnt man was.“ Beim deutschen Rekordmeister FC Bayern, bei dem er seit 1998 aktiv ist, konnte der Bosnier trotz wiederholter Verletzungsrückschläge seine bislang größten Erfolge feiern.

          Beim Sieg der Münchner in der Champions League 2001 war auf „Brazzo“ auch im entscheidenden
          Elfmeterschießen gegen den FC Valencia Verlass. Wenig später holte der Bosnier mit seinen Mitspielern auch den Weltpokal. Zudem errang der dreifache Vater mit den Münchnern sechs nationale Meistertitel
          und wurde vier Mal DFB-Pokalsieger.

          Zwei Kreuzbandrisse

          Schon mit 15 Jahren kam Salihamidzic während der Kriegswirren in seiner Heimat nach Deutschland, wo er bei Verwandten in Hamburg Unterschlupf fand. Dort kam er dann zum Hamburger SV, bei dem er in
          der Bundesliga nach und nach zum viel umworbenen Stammspieler im Mittelfeld avancierte. Als sein Vertrag 1998 auslief, wechselte „Brazzo“ zum FC Bayern.

          Dort wurde er genau wie in Hamburg zum Publikumsliebling und ließ sich auch von zwei Kreuzbandrissen und zwei Leistenoperationen nicht vom Weg abbringen. Salihamidzic kam immer zurück. Und auch seinen
          Abschied aus Deutschland will der Bosnier gebührend feiern - wenn möglich mit weiteren Titeln. „Ich will hier einen Superabschluss.“

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