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Bundesliga-Relegation : Vorteil Nürnberg

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Vorteil im Klassenkampf: Nürnberg bejubelt Toschütze Christian Eigler (r.) Bild:

Der Bundesliga-Sechzehnte geht gegen den Zweitliga-Dritten in Führung: Nach dem Hinspielsieg gegen den FC Augsburg steht der 1. FC Nürnberg vor dem Klassenerhalt. Die Entscheidung um den letzten freien Bundesligaplatz fällt am Sonntag.

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          Es ist noch alles möglich, doch nach dem Hinspiel der Relegationsrunde um den letzten noch freien Platz in der Fußball-Bundesliga scheint der Bundesligadrittletzte 1. FC Nürnberg gegenüber dem Zweitligadritten FC Augsburg im Vorteil. Durch einen späten Treffer von Christian Eigler (84.) erkämpfte der „Club“ am Donnerstagabend einen 1:0-Heimsieg. Augsburgs Torhüter Simon Jentzsch bewahrte das Team von Trainer Luhukay freilich vor einer möglicherweise höheren Niederlage, als er einen Strafstoß von Bunjaku (67. Minute) abwehrte in einer Partie, die der „Club“ bestimmte, aber nicht diktierte.

          Am Sonntag sehen sich die beiden Mannschaften in diesem Klassenkampf wieder. Dann aber haben die Schwaben in diesem bayerischen Derby gegen die Franken Heimvorteil und können bei einem Sieg mit zwei Toren Vorsprung erstmals in ihrer Vereinsgeschichte erstklassig werden.

          Nicht schon wieder! Nach sieben Abstiegen aus der ersten Liga ist den „Clubberern“ ganz schwindlig, wenn sie nach unten schauen - in den Abgrund der Zweitklassigkeit. Das wissen sie auch in Augsburg, wo Jos Luhukay vor dem Spiel unwidersprochen sticheln konnte: „Fakt ist, dass wir nur gewinnen können und Nürnberg nur verlieren kann.“

          Ein Hilferuf von Nürnbergs Trainer Hecking?

          Relegationserfahrene Nürnberger

          Immerhin waren die Nürnberger den Augsburgern vor Teil eins der Relegation um eine Klasse und eine wichtige Erfahrung voraus: Sie haben im Vorjahr, damals wieder einmal auf dem Weg zurück nach oben, die Relegation bestanden: mit zwei locker herausgespielten Erfolgen über Energie Cottbus (3:0/2:0). Vielleicht hatte Torwart Raphael Schäfer auch deshalb vor der so manchem Nürnberger unheimlich anmutenden Begegnung mit dem FCA behauptet: „Wir gehen mit einem positiven Gefühl in dieses Spiel.“

          Das mag so gewesen sein, doch rasch vermischten sich die Nürnberger Aktionen mit Hektik und Nervosität. Es entwickelte sich eine eher zweitklassige Auseinandersetzung, die der Bedeutung dieser K.o.-Begegnungen entsprach: reich an Eifer und Kampfgeist, reich auch an Fouls, aber arm an klaren Aktionen und an kalter Entschlossenheit vor dem Tor. Die robusten Augsburger lauerten 45 Minuten auf den einen goldenen Konter und ließen den „Club“ anrennen.

          Der aber verhedderte sich immer wieder, wenn eine Gelegenheit zum Torschuss gekommen schien. Bunjaku (25.) zögerte einen Moment zu lange, Gündogans Kopfball war zu unplaziert (28.), Choupo-Moting hob den Ball unbehelligt in den Nürnberger Abendhimmel (43.). So konnte der „Club“, bei dem nur der flinke Außenspieler Frantz überzeugte, nicht weitermachen, sollte der dringend erforderliche Heimsieg her.

          Eiglers später Treffer

          Das Gros der 41.000 Zuschauer trieb die Nürnberger auch nach dem Wechsel mit leidenschaftlicher Anfeuerung nach vorn, doch die nun druckvolleren Angriffsbemühungen der Elf von Trainer Hecking verpufften immer wieder. Da Augsburg wie gehabt abwartete und wohl erst im Rückspiel mit aller Kraft stürmen wird, blieb das Spiel zwischen Abstiegskandidat und Aufstiegsanwärter verkrampft und gelegentlich überhart.

          Nürnberg hätte trotzdem nach de Roecks Foul an Choupo-Moting im Augsburger Strafraum in Führung gehen müssen, doch der nach der Pause überragende Jentzsch parierte den von Choupo-Moting nicht plaziert genug geschossenen Elfmeter (67.). Erst sechs Minuten vor Schluss war auch Jentzsch machtlos, als Christian Eigler nach einem Eckstoß per Kopfball den Nürnberger Siegtreffer erzielte. Ein Siegtreffer, der im Relegationskampf noch nicht der Triumph, sondern lediglich ein kleiner Vorteil ist.

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