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Strafe für Heidenheim : Spielerfrauen sind teuer

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Spilerfrauen und Mitarbeiter: Dieser Kurzbesuch auf der Tribüne während des Relegationsspiels führt zu eine Strafe für den FC Heidenheim. Bild: dpa

50 Zuschauer kommen den FC Heidenheim teuer zu stehen: Weil beim Relegationsspiel gegen Werder Bremen kurzzeitig Spielerfrauen und Mitarbeiter des Klubs gegen die Hygieneregeln verstoßen hatten, verhängt die DFL nun eine Strafe.

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          Für den verbotenen Zuschauerauflauf beim Relegations-Rückspiel ist Fußball-Zweitligaklub 1. FC Heidenheim von der Deutschen Fußball Liga mit einer Geldstrafe belegt worden. Dies teilte die DFL am Freitagabend mit. „Beim Rückspiel der Relegation gegen den SV Werder Bremen wurde am Montagabend im Stadion des Klubs offenkundig gegen das medizinisch-organisatorische Konzept der „Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb“ der DFL verstoßen“, hieß es in der Begründung für die Geldstrafe, deren Höhe nicht genannt wurde.

          In der zweiten Halbzeit waren am Montagabend für einige Minuten Anhänger von Heidenheim auf die Tribüne des Stadions gekommen. Eine Gruppe von Mitarbeitern des Klubs und Familienangehörigen der Spieler habe unerlaubt Zugang zum Stadionbereich gehabt, teilte die DFL weiter mit. Den Klub treffe daher ein „Organisationsverschulden“. Die Durchführung aller Spiele müsse „im Einklang mit dem aktuell gültigen medizinisch- organisatorischen Konzept erfolgen“.

          Über die Höhe einer Sanktion gibt die DFL in Vertragsstrafenverfahren grundsätzlich keine Auskunft. Der Klub kann binnen fünf Tagen Beschwerde einlegen. Heidenheim hatte durch das 2:2 den erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga verpasst.

          „Spielerfrauen und Mitarbeiter haben das Spiel auf Leinwand in unserem SparkassenBusinessKlub geschaut. In der zweiten Halbzeit sind sie kurz rausgegangen, um die Mannschaft zu unterstützen. Das geht natürlich nicht“, hatte der Vorstands-Chef der Schwaben, Holger Sanwald, am Dienstag der dpa gesagt. Die knapp 60 Anhänger verschwanden zwar nach wenigen Minuten wieder im Business-Bereich des Stadions, dennoch verstießen sie gegen die aufgrund der Corona-Pandemie verhängten Hygiene-Richtlinien der DFL.

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