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Bundesliga-Relegation : Nürnbergs Nervenspiel, Augsburgs Aufstiegswunsch

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Will die Zweitliga-Saison mit dem Erstliga-Aufstieg krönen: Augsburg-Trainer Jos Luhukay Bild: dpa

Wer komplettiert die Fußball-Bundesliga? Nürnberg will über die Relegation den Klassenverbleib schaffen, Augsburg den Aufstieg. Vor dem ersten bayerischen Duell (20.30 Uhr) sind beide Klubs siegessicher. Auch ein bisschen Tiefstapelei gehört zum Vorspiel.

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          Vor dem bayerischen Duell um den letzten freien Platz in der Bundesliga geben sich die beiden Kontrahenten selbstbewusst und siegessicher. „Wir müssen unsere Leistung auf dem Platz bringen. Dann sollte sich Augsburg mehr nach uns als wir nach ihnen richten“, bekräftigte Nürnbergs Trainer Dieter Hecking vor den beiden Relegationsspielen am Donnerstag (20.30 Uhr / FAZ.NET-Bundesliga-Liveticker) und Sonntag (18.00 Uhr / FAZ.NET-Bundesliga-Liveticker).

          „Fakt ist, dass wir nur gewinnen können und Nürnberg nur verlieren kann. Der Druck für Nürnberg ist doch viel größer“, sagte Jos Luhukay, Erfolgscoach des FC Augsburg. Favorit im Kampf um Bundesliga-Startplatz Nummer 18 ist der fränkische Erstligaverein 1. FC Nürnberg, den aber angesichts eines drohenden achten Abstiegs aus der deutschen Beletage ein Nervenspiel ohnegleichen erwartet.

          „Die Spannung ist jetzt schon hoch, aber sie wird noch deutlich ansteigen“, meinte Hecking vor dem Hinspiel in Nürnberg und fügte beinahe episch an: „Es reduziert sich alles aufs Spielfeld. Die Hauptakteure sind die Spieler, die alles in der Hand haben.“

          Will die Erstliga-Saison mit dem Erstliga-Verbleib beenden: Nürnberg-Trainer Dieter Hecking

          „Generell ist der Bundesligist Favorit. Aber...“

          Mit viel Rückenwind nach einer fast perfekten Zweitliga-Saison geht Augsburg ins brisante Nachbarschaftsduell. „Generell ist der Bundesligist Favorit. Aber wir haben in dieser Saison im Pokal ja den einen oder anderen Bundesligisten geschlagen“, sagte Zweitliga-Torschützenkönig Michael Thurk der „Frankfurter Rundschau“.

          Zusätzliche Hoffnung macht den Schwaben, dass neben Thurk (nach Adduktorenproblemen) auch Kapitän Uwe Möhrle (Knieprobleme) wieder an Bord ist. Hecking bangt vor dem Duell mit den aufstiegswilligen Augsburgern noch um ein Trio. Besonders hinter dem in dieser Saison zwölfmal erfolgreichen Stürmer Albert Bunjaku (Verhärtung im Oberschenkel) und Mittelfeldakteur Mickaël Tavares (Schmerzen im Fuß) stehen Fragezeichen. Auch Offensivkraft Mike Frantz ist mit einer Waden- und Schienbeinprellung angeschlagen, dürfte aber wohl auflaufen können.

          „Wir wissen, worum es geht und ziehen alle an einem Strang. Wir gehen mit einem positiven Gefühl in diese zwei Spiele“, sagte Torwart Raphael Schäfer. Erstmals in seiner Vereinsgeschichte könnte der FCA den Sprung in die Bundesliga schaffen - womit der Klub von Fußball-Legende Helmut Haller auch finanziell Neuland betreten würde.

          „Das werden zwei ganz, ganz knappe Spiele“

          „Das wäre für uns natürlich ein Quantensprung“, sagte Manager Andreas Rettig angesichts der Zusatzeinnahmen von mehr als zehn Millionen Euro. „Aber der Druck, jetzt aufsteigen zu müssen, ist wirtschaftlich nicht da.“ Als „chancenreichen Außenseiter“ sieht Rettig den schwäbischen Zweitligisten - doch von derartiger Tiefstapelei will sich Nürnberg nicht blenden lassen.

          „Das werden zwei ganz, ganz knappe Spiele“, erwartet FCN-Manager Martin Bader. „Wir wissen, dass wir der Erstligist sind. Aber es ist eine 50:50-Chance. Es entscheiden Nuancen, Kleinigkeiten.“ Dass die Schwaben auch als Zweitligaverein auf Augenhöhe sind, beweist der Blick auf den diesjährigen DFB-Pokal. „Die haben Köln und Freiburg rausgeworfen und sind gegen Bremen nur knapp raus“, erinnert Bader. „Natürlich haben wir da Respekt.“

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