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Bundesliga-Relegation : Die Falschen beobachtet

Mohamadou Idrissou weiß, wie man die Hürde in die Bundesliga überwindet Bild: dpa

FCK-Trainer Franco Foda ist zwar umsonst nach Hannover gereist. Dennoch ist die Pfalz voller Vorfreude auf das erste Duell mit Hoffenheim (20.30 Uhr). Die TSG ist aber Favorit in den Relegationsspielen.

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          Mohamadou Idrissou weiß, wie man aufsteigt. „Ich habe das schon ein paarmal gemacht. Und ich werde das auch noch einmal schaffen“, sagte der Stürmer des 1. FC Kaiserslautern bereits vor ein paar Wochen, als seine Mannschaft nicht einmal den Relegationsrang sicher hatte. Der 33 Jahre alte Kameruner war tatsächlich schon einmal mit seinen Toren maßgeblich an den Bundesliga-Aufstiegen des SC Freiburg und von Eintracht Frankfurt verantwortlich. Als Idrissou seine mutige Prophezeiung tätigte, wusste er allerdings noch nicht, dass der Gegner des Pfälzer Traditionsklubs in den beiden Relegationsspielen um den Bundesligaaufstieg an diesem Donnerstag (20:30 Uhr, live in der ARD und F.A.Z.-Liveticker) und am Montag die auf der Zielgeraden wiedererstarkte TSG Hoffenheim sein würde.

          In der Pfalz hatten sie zuletzt auf Fortuna Düsseldorf als den vermeintlich angenehmsten Gegner spekuliert. Entsprechend war Trainer Franco Foda am vergangenen Samstag zum Spiel der Rheinländer in Hannover gereist, das aber letztlich nicht in die Relegation, sondern auf direktem Weg in der Zweitklassigkeit führte. „Aber auch Hoffenheim ist ein Gegner, den wir mit unseren Mitteln schlagen können“, sagte Foda nach seiner überflüssigen Spionagereise nach Hannover.

          Die Begeisterung in der Pfalz jedenfalls ist groß: Angeblich haben sich 120000 Fans um Karten für das Rückspiel am Montag in Kaiserslautern bemüht. Und die würden es natürlich nur allzu gern sehen, wenn der Traditionsklub dem ungeliebten Milliardärsklub aus dem Kraichgau den letzten freien Platz in der Bundesliga abnimmt. „Die besondere Brisanz ist eine Tatsache. Das können wir nicht wegdiskutieren“, sagt FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz. „Es werden zwei spezielle Spiele.“

          Hoffenheimer Begeisterung

          In die Hoffenheim indes als Favorit geht. Die nahezu wundersame Rettung am letzten Spieltag durch zwei späte Elfmetertore von Sead Salihovic beim 2:1-Auswärtssieg bei Borussia Dortmund hat in Hoffenheim eine lange nicht mehr gekannte Begeisterung ausgelöst. Die Mannschaft wurde nach der Rückkehr sogar spontan von hunderten Fans gefeiert.

          Optimist: Hoffenheims Trainer Markus Gisdol

          „Durch die Dinge, die wir hier auf den Weg gebracht haben, ist es uns gelungen, ein paar Sympathiepunkte zurückzugewinnen“, sagte Trainer Markus Gisdol. „Diese zwei Spiele können dazu beitragen, dass wir noch mehr Fans auf unsere Seite ziehen.“

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