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2:2 gegen Leipzig : Leverkusen auch in Unterzahl mutig

  • -Aktualisiert am

Ausgleich: Leverkusen gleicht gegen Leipzig vor dem Pausenpfiff aus. Bild: AFP

Timo Werner trifft wieder – auch im Spiel gegen Leverkusen. Doch in einem packendem Kampfspiel feiern die Fans von Leverkusen den 2:2-Endstand schließlich wie einen Sieg.

          Ralph Hasenhüttl, der Trainer von RB Leipzig, hatte sich vor dem Duell des Tabellenzweiten mit dem Bundesliga-Neunten Bayer Leverkusen wie ein Fan geäußert. „Wenn ich Zuschauer wäre“, sagte er, „würde ich zu diesem Spiel gehen.“ Warum? Der österreichische Fußballgenießer glaubte fest daran, an diesem Samstag in der BayArena ein Offensivspektakel mit hinreißenden Szenen und sehenswerten Treffern zu erleben.

          Tatsächlich sahen 30.000 Zuschauer ein vor allem nach der Pause packendes Kampfspiel, in dem Leverkusen von der 52.Minute an nach Henrichs‘ Platzverweis in Unterzahl war. Leipzig nutzte den vom Leverkusener Verteidiger verursachten Handelfmeter zum 2:1 durch Forsberg (55.), nachdem RB schon zuvor mit einem Strafstoß durch Werner zum 1:0 erfolgreich war (13.).

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          Mit dem 1:1 für die Werkself durch Bailey (44.) blühte die Hoffnung auf die Wende wieder auf, die Bayer trotz der Roten Karte für Henrichs wach hielt. Die Fans feierten Vollands Ausgleich (74.) zum 2:2 schließlich wie einen Sieg, weil sich die seit sieben Spielen unbesiegte Werkself trotz ihres personellen Handikaps nie unterkriegen ließ.

          Während Leipzig sein Spiel zwischen Balleroberung und Ballbesitz rasch fand, suchte Leverkusen in der ersten Hälfte lange vergebens nach dem Schlüssel zum Erfolg. Die 3-4-3-Formation beim eigenen Spielaufbau griff erst spät, als Brandt frei am Leipziger Tor vorbeischoss (38.) und wenig später Bailey den Treffer zum 1:1-Ausgleich erzielte.

          Das 5-3-2-System zur Abwehr der Gegenattacken aber wirkte asynchron und unfertig. Vor allem der dann als rechter Verteidiger gebrauchte Angreifer Mehmedi fühlte sich in seiner Randrolle unwohl und zeigte das auch, als er sich an Sabitzers Trikot im Bayer-Strafraum klammerte und damit den von Brandt zum 1:0 genutzten Strafstoß verursachte.

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          Zur Pause reagierte Trainer Herrlich, nahm Mehmedi für den geübten Rechtsverteidiger Henrichs aus dem Spiel und stellte um auf die vertraute 4-3-3-Grundformation. Aber nicht lange, denn als Henrichs einen Torschuss von Sabitzer kurz vor der Linie abwehrte, tat er das mit dem Ellenbogen. Die Folge: Rote Karte für Henrichs, zweiter Elfmeter für Leipzig, diesmal verwandelt von Forsberg.

          Bayer blieb trotzdem mutig und schaffte gegen den ersten Verfolger des von Tabellenführer Bayern München durch Vollands artistischen Volleyschuss, seinem siebten Saisontor, noch den verdienten Ausgleich.

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