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Sieg in Bundesliga : RB Leipzig ringt den VfL Wolfsburg nieder

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Fast schon erlösend für seine Mannschaft: Willy Orban traf zum 1:0. Bild: Reuters

In einem lange umkämpften Spiel fallen lange keine Tore. Doch dann ist Willy Orban zur Stelle – und bringt RB Leipzig in die Spur. Wenig später macht Josko Gvardiol gegen Wolfsburg alles klar.

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          Florian Kohfeldt musste schon wieder dem gegnerischen Trainer gratulieren, die abermals geschlagenen Spieler des VfL Wolfsburg standen mit leeren Blicken auf dem Rasen. RB Leipzig hat die sportliche Krise der Niedersachsen weiter verschärft. Die aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft von Florian Kohfeldt verlor am Sonntag mit 0:2 (0:0) beim deutschen Vizemeister und wartet nun seit elf Pflichtspielen auf einen Sieg. Der Relegationsrang ist nur noch zwei Punkte entfernt. „Es ist extrem enttäuschend für uns und frustrierend“, sagte Wolfsburgs Sportdirektor Marcel Schäfer.

          Bundesliga

          Die abermals glanzlosen Sachsen schafften indes unter Cheftrainer Domenico Tedesco den dritten Meisterschaftssieg in Serie ein. Willi Orban erzielte in der 76. Minute vor zugelassenen 1000 Zuschauer in der Red Bull-Arena die Führung, Josko Gvardiol machte alle Rest-Hoffnungen der Gäste mit seinem Tor an seinem 20. Geburtstag in der 84. Minute endgültig zunichte.  Zwei von möglichen 27 Punkten holten die Wolfsburger zuletzt, von den elf sieglosen Partien gingen neun verloren. „Hat man Scheiße an den Füßen, läuft es einfach scheiße“, betonte Wolfsburgs Maximilan Arnold. „Wir alle haben alles gegeben“, sagte Keeper und Kapitän Coen Kasteels: „Das ist sehr bitter.“

          Im Duell der beiden Jahrgangsbesten beim DFB-Trainerkurs nahm Tedesco drei Wechsel im Vergleich zum 2:0 im DFB-Pokal gegen Rostock vor. Unter anderem setzte er auf Youngster Hugo Novoa neben Stürmer André Silva. Kohfeldt brachte für den gelbgesperrten Renato Steffen Aster Vranckx. Er setze in der kritischen Phase auf „Stabilität. Jede Woche neu zu korrigieren, kann nicht der Weg sein“, betonte er vor dem Spiel beim TV-Sender DAZN. Man müsse die dominanten Phasen von RB auchmal aushalten, forderte er.

          Die wie die Gäste nach dem Tod von Hans-Jürgen Dörner in Trauerflor spielenden Leipziger begannen spielbestimmend mit viel Ballbesitz. Doch viel kam zunächst nicht raus. Die erste Torchance hatte Novoa (18.) mit einem Distanzschuss, den Koen Casteels parierte. Die Wolfsburger schirmten ihren Sechzehner ab. Aufgrund der hoch aufrückenden RB-Defensive boten sich dem VfL immer wieder Konterchancen, diese wurden jedoch leichtfertig verspielt.

          Die Gäste wurden mutiger, bekamen mehr Spielanteile und hatten bei einem Freistoß von Vranckx (38.) die Chance zur Führung. Doch Peter Gulacsi wehrte den Direktschuss aus 25 Metern zur Ecke ab. Gleich danach war der ungarische Nationalkeeper abermals zur Stelle und parierte aus Nahdistanz – wieder gegen Vranckx. Das plötzliche Plus an Chancen gefiel Kohfeldt, der mit dem Halbzeitpfiff emotional alle Spieler abklatschte.

          Nach dem Wechsel war die fußballerisch magere, aber umkämpfte Partie völlig offen. Beide Teams machten im Spielaufbau zu viele Fehler. Tedesco setzte in der 55. Minute mit Lukas Klostermann, Dani Olmo und Tyler Adams neue Akzente. Das zeigte Wirkung.

          Willi Orban (58.) jagte den Ball aus Nahdistanz ins Netz, doch es war Abseits. Nach gut einer Stunde drückte RB und erhöhte den Druck. Nach einem Kopfball von Silva an den Pfosten drückte Orban den Ball aus eineinhalb Metern ebenfalls per Kopf wieder über die Linie – und der Treffer galt, ehe Gvardiol nachlegte – bestätigt durch den Videobeweis.

          Für Kohfeldt bleibt Leipzig damit ein schwieriges Pflaster. In der Bundesliga trat er fünfmal bei RB an und verlor jedes Mal.

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