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Bundesliga-Mittelmaß : Eintracht zurück auf dem Boden

  • -Aktualisiert am

Tuta und die Eintracht verlassen Sinsheim mit leeren Händen. Bild: dpa

Für die Bundesliga-Mittelmacht muss die Niederlage bei Hoffenheim nicht das Schlechteste sein. Sie führt der Mannschaft von Oliver Glasner klar vor Augen: Es geht nur über Konstanz und Beständigkeit.

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          Nun also ist es passiert. Die stolze Serie von gleich sechs Siegen ist gerissen. Das konnte passieren, und dass es jetzt tatsächlich gegen die TSG Hoffenheim passiert ist, ist kein Beinbruch. Schließlich hat sich die Eintracht schon vor dem Prestigeduell mit den Kraichgauern in der Bundesliga stabilisiert. Gelungen ist dies der Mannschaft mit einem Mix aus kontrollierter Defensive und verlässlicher Offensive. Vor allem aber dank der fast schon unglaublich anmutenden Last-Minute-Aktionen.

          Bundesliga

          In der Sinsheimer Arena gab es gleichfalls einen Nachschlag. Diesmal jedoch ohne Knalleffekt. In den zusätzlichen vier Minuten passierte aus Eintracht-Sicht nichts Entscheidendes mehr. Kein Lucky Punch, keine jubelnde Spielertraube, die ihr spätes Glück kaum zu fassen wusste. Die Eintracht darf sich nach dem 2:3 geerdet fühlen.

          Zurück auf dem Boden der Tatsachen: Für die Bundesliga-Mittelmacht muss dies nicht das Schlechteste sein. Die Niederlage hat der Mannschaft von Trainer Oliver Glasner klar vor Augen geführt: Letztlich geht es nur über Konstanz und Beständigkeit. Hakt es auch nur in einem Mannschaftsteil oder mangelt es an kollektiver kämpferischer und spielerischer Geschlossenheit, kommt das System Eintracht vom Kurs ab.

          Die Tendenz aber stimmt. Glasner und seinen vielen Helfern im Team neben und hinter dem Team ist es nach monatelanger Anlaufzeit gelungen, das Gros ihrer Idee von Fußball umzusetzen. Auch andere Vereine, die es seit Saisonbeginn mit neuen Trainern versucht haben, brauchten Zeit, um in die Spur zu kommen – oder haben es immer noch nicht geschafft und in ihrer Verzweiflung deshalb zum bekannten Mittel des Trainerwechsels gegriffen.

          Zwei Wochen noch, dann darf sich Glasners Mannschaft in den Tagen rund um Weihnachten entspannen. Bis dahin aber gilt alle Konzentration den anspruchsvollen Aufgaben im Kerngeschäft Bundesliga sowie im geliebten Bonusbetrieb Europa League. Dass die Eintracht in Europa bislang noch kein Gruppenspiel verloren hat, ist eine starke Leistung. Stimmen Einstellung und Balance, sollte diese Serie auch im sechsten Spiel am Donnerstag bei Fenerbahce Istanbul halten.

          Oft war es so, dass sich die Frankfurter Fußballprofis gerade in der Europa League die Kraft und das Selbstvertrauen für die Aufgaben in der Bundesliga geholt haben. Dies sollte Glasners Truppe auch jetzt wieder schaffen. Die kommenden Punktspielgegner Leverkusen, Mönchengladbach und Mainz sind schließlich unangenehm und von zuweilen großer Qualität. Qualität in den eigenen Reihen – das hat auch die Eintracht. Um sie dauerhaft abzurufen, bedarf es geschärfter Sinne. In Sinsheim hat es in letzter Konsequenz genau daran gemangelt.

          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

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