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FSV Mainz 05 : Hoffen auf das englische Interesse

  • -Aktualisiert am

Mainz-Trainer Achim Beierlorzer: Kann er auch in der kommenden Saison so jubeln wie nach dem Klassenverbleib in der vergangenen Spielzeit? Bild: dpa

32 Spieler: Der Trainingskader von Coach Achim Beierlorzer beim Fußball-Bundesligaverein Mainz 05 ist zu groß. Welche Möglichkeiten hat Manager Rouven Schröder?

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          Wer dieser Tage beim Training des FSV Mainz 05 zuschaut, kann etliche ihm unbekannte Gesichter entdecken. Das liegt dann allerdings daran, dass sich der Beobachter in der Vergangenheit nicht mit dem Nachwuchs des Bundesligavereins beschäftigt hat – denn mit einer Ausnahme sind all jene neuen Fußballspieler im Kader von Trainer Achim Beierlorzer der eigenen U 19 entsprungen oder von Ausleihen zurückgekehrt. Die Ausnahme bildet Dimitri Lavalée, der 23 Jahre alte belgische Innenverteidiger, der ablösefrei von Standard Lüttich kam.

          In die andere Richtung hat sich ebenfalls noch nicht viel getan. Ronaël Pierre-Gabriel, der in seiner ersten Bundesligasaison keine große, und wenn, dann meist eine unglückliche Rolle spielte, und Jonathan Meier, vorigen Sommer aus der U 23 des FC Bayern gekommen und nur in der Regionalliga eingesetzt, sollen Spielpraxis sammeln. Der Franzose in Brest, Meier in Dresden. Den aus 32 Leuten bestehenden Trainingskader verkleinert das weder merklich, noch entlastet das die Kasse maßgeblich.

          Toptransfer nötig

          Um den coronabedingten Einnahmeverlust von rund 13 Millionen Euro auszugleichen, bedürfte es eines Toptransfers – und nach dem zweiten verkauften Spieler könnte Manager Schröder dann auch wieder investieren. In den vergangenen Wochen sei es auf dem Transfermarkt eher schläfrig zugegangen, sagt er. „Aber ich merke, dass die Engländer aufgewacht sind. Sie fangen an, Erkundigungen persönlich vorzutragen. Und wir haben Spieler, die für den englischen Markt interessant sind.“

          Zum Beispiel Moussa Niakhaté, Innenverteidiger, nach zwei Jahren in Rheinhessen nicht abgeneigt, sich in der Premier League zu versuchen. Sein Abgang wäre ein schmerzhafter Verlust; gerade in der entscheidenden Phase der zurückliegenden Saison war Niakhaté ein stabiler Faktor. Zweiter heißer Kandidat ist Jean-Philippe Mateta, der sich schon selbst ins Transferfenster gesetzt hat. Er hatte im ersten Jahr mit 14 Treffern den Mainzer Bundesligatorrekord nur um eins verfehlt. In der folgenden Spielzeit jedoch verpasste er verletzungsbedingt fast die gesamte Hinrunde und lief erst gegen Saisonende wieder zu alter Form auf. So ist er für einen ordentlichen zweistelligen Transfererlös gut.

          Robin Quaison hingegen wolle er auf keinen Fall abgeben, hatte Rouven Schröder vor gut zwei Wochen betont auf eine Aussage des 13-Tore-Mannes der vorigen Saison reagiert, bereit zu sein für Premier League. Dass der Vertrag des Schweden nur bis Sommer 2021 läuft und Quaison danach ablösefrei wechseln könnte, nehme er in Kauf – ob eine hohe Summe zu einem Stimmungsumschwung führt, ist offen. Im Fall von Alexandru Maxim dürften die 05er hoffen, dass dieser nach einem halben Jahr Ausleihe an den türkischen Klub Gaziantep einen neuen Arbeitgeber findet. Niemand rechnet mehr damit, dass er Beierlorzers Team voranbringen wird.

          Mit hoher Wahrscheinlichkeit verlieren werden die Rheinhessen einen ihrer Torhüter: Sowohl Robin Zentner als auch Florian Müller hatten in der Vergangenheit erklärt, nur als Nummer eins bleiben zu wollen. „Wir haben auf dieser Position eine absolute Luxusposition“, kommentiert der Trainer den Zweikampf der beiden. „Ich gucke mir das ganz entspannt an.“

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