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Mainzer Niederlagenserie : Augsburg – doch ein Angstgegner?

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Adam Szalai (links) im intensiven Kampf um den Ball mit dem ehemaligen Augsburger Khedira. Bild: Picture Alliance

Die Spiele gegen den FC Augsburg sind für Mainz 05 nie angenehm. Die drei Spiele andauernde Niederlagenserie soll trotzdem beendet werden. Im Mainzer Umfeld weiß einer ganz genau, wie das geht.

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          Spiele des FSV Mainz 05 gegen den FC Augsburg waren in den vergangenen Jahren weder schön anzusehen noch lösten die Ergebnisse bei den Rheinhessen gute Laune aus. Seit Oktober 2018 unterlagen sie den Schwaben sechsmal hintereinander, einmal im Pokal und fünfmal in der Bundesliga – eine bemerkenswert schlechte Bilanz der 05er, schlechter als gegen alle anderen Konkurrenten.

          Bundesliga

          Den Begriff „Angstgegner“ verwendet Bo Svensson dennoch nicht vor dem kommenden Aufeinandertreffen am Freitagabend (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei DAZN) in der heimischen Arena am Europakreisel. Er könne nur über die Partie aus der vergangenen Rückrunde sprechen, sagte er, bei den anderen war er nicht für die Mannschaft verantwortlich. Unattraktiv waren auch diese 90 Minuten Ende Februar, keine der beiden Mannschaften hatte drei Punkte verdient. „Das war ein Unentschiedenspiel, das wir durch ein unglückliches Tor verloren haben“, sagt Svensson – Torhüter Robin Zentner war im Strafraum ein fataler Fehlpass unterlaufen.

          Auch das Wort Krise – weder für sich genommen noch in den Varianten Mini- oder Ergebniskrise – nimmt Svensson nicht in den Mund. Drei Niederlagen am Stück, davor ein Unentschieden, sind keine berauschende Ausbeute und lassen die Mainzer nur dank der neun Punkte aus den ersten vier Spielen im Mittelfeld stehen.

          Doch der Trainer mag keine Weltuntergangsstimmung beschwören. Nein, mit den Leistungen gegen den SC Freiburg, in Leverkusen, gegen Union Berlin und in Dortmund sei er nicht zufrieden gewesen, weil es stets entscheidende Phasen gab, in denen die Mannschaft nicht das auf den Platz brachte, was sie für einen Erfolg benötigte.

          Zähe Auseinandersetzungen mit den Schwaben

          Aber so wenig angebracht er nach den ersten Wochen die Fragen nach der Europa League erachtete, so wenig hält er jetzt davon, ein Krisengerede anzustimmen. „Wir beschäftigen uns damit, uns inhaltlich zu verbessern“, sagt der Däne. Und das bedeutet in erster Linie: konstant aktiv zu bleiben.

          Denn so unterschiedlich die Situationen waren, in denen sie Tore hinnehmen mussten oder keine Mittel fanden, eine gegnerische Abwehr zu überwinden, in einem ähnelten sie einander: Die Mainzer waren zu passiv. „In diesen Phasen waren wir nicht fleißig und haben keine mannschaftliche Dynamik auf den Platz gebracht.“

          Vier Punkte trennen die Mainzer auf ihrem elften Platz vom FC Augsburg, der den Relegationsplatz 16 innehat, aber eine leicht bessere Tendenz aufweist. Für beide Mannschaften handele es sich um ein wichtiges Spiel, beide brauchen ein positives Erlebnis. „Das ist keine großartige Analyse von mir, die kann jeder anstellen“, sagt Svensson. Richtungweisend aber sei es nicht: „Am neunten Spieltag ist nichts entschieden, egal in welche Richtung es ausgeht.“ Svensson weiß aus seiner eigenen Zeit als 05-Profi, wie unangenehm, wie zäh die Auseinandersetzungen mit den Schwaben schon zu Zweitligazeiten waren.

          „Ich weiß nicht, wie es diesmal wird, aber wenn zwei Mannschaften zusammenkommen, die sich über ähnliche Tugenden definieren, gibt es solche kämpferischen Spiele.“ Der einzige Mainzer Trainer übrigens, der den FCA regelmäßig zu knacken verstand, ist heute Sportdirektor am Bruchweg: Martin Schmidt. Unter seiner Ägide gewannen die 05er vier von fünf Duellen, hinzu kam ein Unentschieden. Und langweilig waren diese Spiele auch nicht – im Schnitt fielen vier Tore. Svensson kann, Stand Donnerstag, auf beinahe seinen kompletten Kader zurückgreifen. Außer dem an der Schulter verletzten Innenverteidiger Jeremiah St. Juste stehen ihm alle Akteure zur Verfügung.

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